
Dr. med. Olaf Pingen
Chefarzt, Orthopädie und Unfallchirurgie - Wirbelsäulenchirurgie

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg behandelt das Team der Schulterchirurgie akute Schultereckgelenksverletzungen und Schulterbrüche mit modernen Verfahren. Ziel ist es, die Stabilität des Schultereckgelenks vollständig wiederherzustellen.
Das Schultereckgelenk verbindet das Schlüsselbein mit dem Schulterdach und sorgt für Stabilität und Beweglichkeit der Schulter. Nach einem Sturz auf die Schulter oder einem Unfall kann es in diesem Bereich zu Verletzungen kommen – entweder zu einer Schultereckgelenksprengung, bei der Bänder reißen, oder zu einem Schlüsselbeinbruch, also einer Fraktur des Knochens.
Eine Schultereckgelenksprengung, auch Tossy-Verletzung genannt, entsteht meist durch einen direkten Sturz auf die Schulter, etwa beim Sport, im Alltag oder bei einem Verkehrsunfall. Dabei werden die stabilisierenden Bänder des Schultereckgelenks überdehnt oder reißen vollständig. Je nach Schweregrad wird die Verletzung nach der Rockwood-Klassifikation eingeteilt, die beschreibt, wie stark die Bänder geschädigt sind und ob sich das Schlüsselbein verschoben hat.
Ein Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur) entsteht ebenfalls häufig nach einem Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm. Besonders häufig betroffen ist der äußere Anteil des Schlüsselbeins nahe am Schultereckgelenk. Diese Frakturen können Schmerzen, Instabilität und eine sichtbare Fehlstellung verursachen.
Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg werden Schultereckgelenksverletzungen und Schlüsselbeinbrüche sorgfältig untersucht und individuell und modern behandelt. Ziel ist es, die Stabilität der Schulter wiederherzustellen und langfristige Einschränkungen zu vermeiden.
Die Schwere einer Schultereckgelenksprengung wird nach der sogenannten Rockwood-Klassifikation eingeteilt. Sie hilft dabei zu entscheiden, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine Operation notwendig ist.
Rockwood I–II: Leichte Verletzungen mit Überdehnung oder Teilriss der Bänder. Das Gelenk bleibt stabil, eine konservative Behandlung ist meist ausreichend.
Rockwood III: Kompletter Bandriss mit sichtbarer Instabilität. Je nach Beschwerden kann eine konservative oder operative Therapie sinnvoll sein.
Rockwood IV–VI: Schwere Verletzungen mit deutlicher Verschiebung des Schlüsselbeins. In diesen Fällen wird meist eine operative Stabilisierung empfohlen.
Verletzungen des Schultereckgelenks oder ein Schlüsselbeinbruch entstehen meist plötzlich durch äußere Einwirkungen. Besonders häufig treten sie nach Stürzen oder bei sportlichen Aktivitäten auf. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg werden solche akuten Schulterverletzungen regelmäßig behandelt – von der Sportverletzung bis zum Unfall im Alltag.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Besonders bei sportlich aktiven Menschen zählen Schultereckgelenksprengungen und Schlüsselbeinbrüche zu den typischen Verletzungen der Schulter. Auch im höheren Lebensalter können Stürze zu Frakturen im Bereich des Schlüsselbeins führen.
Verletzungen des Schultereckgelenks entstehen besonders häufig, wenn starke Kräfte direkt oder indirekt auf die Schulter einwirken. Typisch ist vor allem der Sturz auf die seitliche Schulter: Dabei wird das Schulterdach nach unten gedrückt, während das Schlüsselbein durch seine Verbindung zum Brustkorb vergleichsweise stabil bleibt. Diese gegenläufige Belastung kann die stabilisierenden Bänder des Schultereckgelenks überdehnen oder zerreißen. Ähnliche Mechanismen treten bei Aufprallverletzungen im Sport, beim Abfangen eines Sturzes mit dem ausgestreckten Arm oder bei Fahrradstürzen auf. Auch ruckartige Zug- oder Drehbewegungen im Schulterbereich können die Gelenkverbindung destabilisieren.
Beschwerden im Bereich des Schultereckgelenks treten meist unmittelbar nach einem Sturz oder Unfall auf. Die Schmerzen können sehr stark sein und führen häufig dazu, dass die Schulter nicht mehr normal bewegt werden kann. Je nach Art der Verletzung unterscheiden sich die Symptome leicht.
Nach einem Sturz auf die Schulter sind Schmerzen und Bewegungseinschränkungen oft sofort spürbar. Entscheidend ist, die Ursache frühzeitig zu klären, damit wir eine stabile Heilung ermöglichen können.
Dr. med. Olaf Pingen, Chefarzt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Wirbelsäulenchirurgie, Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg
Eine Schultereckgelenksprengung zeigt sich meist unmittelbar nach dem Unfall. Die Beschwerden betreffen vor allem den oberen Schulterbereich und können die Stabilität des Gelenks deutlich beeinträchtigen.
Typische Anzeichen sind:
Bei höhergradigen Verletzungen kann sich das Schlüsselbein deutlich nach oben verschieben. In solchen Fällen sollte rasch eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Ein Schlüsselbeinbruch macht sich meist durch sofort einsetzende Schmerzen im Bereich des Schlüsselbeins bemerkbar. Häufig wird der Arm automatisch geschont und dicht am Körper gehalten.
Typische Beschwerden sind:
Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg erfolgt bei entsprechenden Beschwerden eine gezielte Untersuchung, um zwischen einer Schultereckgelenksprengung und einer Fraktur des Schlüsselbeins zu unterscheiden.
Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um Art und Schwere der Verletzung richtig einzuschätzen. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg erfolgt die Untersuchung strukturiert und abgestimmt auf die individuelle Situation. Ziel ist es, zuverlässig festzustellen, ob eine Schultereckgelenksprengung, ein Schlüsselbeinbruch oder eine kombinierte Verletzung vorliegt.
Die Diagnostik umfasst in der Regel mehrere Schritte:
Zu Beginn erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung der Schulter. Dabei tastet das Behandlungsteam das Schultereckgelenk und das Schlüsselbein ab, prüft die Beweglichkeit der Schulter und achtet auf mögliche Fehlstellungen. Auch Stabilität, Kraft sowie sichtbare Schwellungen oder Blutergüsse werden beurteilt. Diese Untersuchung liefert wichtige erste Hinweise darauf, ob eine Instabilität des Schultereckgelenks oder eine Fraktur vorliegt.
Die wichtigste bildgebende Untersuchung bei Schultereckgelenksverletzungen und Schlüsselbeinbrüchen ist das Röntgen. Dabei werden Aufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt, um Knochenverletzungen und Fehlstellungen zuverlässig zu erkennen. Bei Verdacht auf eine Instabilität des Schultereckgelenks können zusätzlich spezielle Belastungsaufnahmen sinnvoll sein. Auch der genaue Verlauf eines Schlüsselbeinbruchs lässt sich so gut beurteilen. Die Röntgendiagnostik bildet damit die Grundlage für die weitere Behandlung.
In bestimmten Fällen können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein. Dies gilt insbesondere bei komplizierten Frakturen oder unklaren Befunden.
Mögliche ergänzende Verfahren sind:
Im Amalie Hamburg werden diese Verfahren gezielt eingesetzt, um eine sichere Diagnose und eine individuell abgestimmte Therapie zu ermöglichen.
Die Behandlung einer Schultereckgelenksprengung oder eines Schlüsselbeinbruchs richtet sich nach Art und Schwere der Verletzung sowie nach den individuellen Anforderungen im Alltag. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg wird für jede Patientin und jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept entwickelt.
In vielen Fällen kann zunächst eine konservative Behandlung ausreichen. Bei instabilen Verletzungen oder komplexen Frakturen ist jedoch eine operative Stabilisierung notwendig.
Nicht jede Schultereckgelenksverletzung oder jeder Schlüsselbeinbruch muss operiert werden. Bei stabilen Verletzungen kann eine konservative Therapie sehr gute Ergebnisse erzielen.
Zu den konservativen Maßnahmen gehören:
Gerade bei leichteren Schultereckgelenksverletzungen nach Tossy oder Rockwood sowie bei stabilen Schlüsselbeinbrüchen kann diese Behandlung zu einer vollständigen Heilung führen.
Eine Operation wird empfohlen, wenn eine deutliche Instabilität des Schultereckgelenks oder ein verschobener Schlüsselbeinbruch vorliegt. Ziel des Eingriffs ist es, die natürliche Stellung von Knochen und Gelenk wiederherzustellen und eine stabile Heilung zu ermöglichen.
Eine Operation kann insbesondere sinnvoll sein bei:
Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg kommen moderne Verfahren der Schulterchirurgie zum Einsatz, häufig in minimal-invasiver Technik. Ziel ist es, eine stabile Heilung zu ermöglichen und die Schulterfunktion möglichst schnell wiederherzustellen.
Wenn eine operative Behandlung notwendig ist, stehen verschiedene moderne Verfahren zur Verfügung. Ziel ist es, die Stabilität des Schultereckgelenks oder des Schlüsselbeins wiederherzustellen und eine sichere Heilung zu ermöglichen.
Das geeignete Verfahren wird im Amalie individuell ausgewählt – abhängig von der Art der Verletzung, dem Schweregrad und den persönlichen Anforderungen der Patientinnen und Patienten.
Bei verschobenen oder instabilen Schlüsselbeinbrüchen wird häufig eine sogenannte Plattenosteosynthese durchgeführt. Dabei wird der gebrochene Knochen exakt ausgerichtet und mit einer stabilen Metallplatte und Schrauben fixiert.
Dieses Verfahren sorgt für eine sichere Stabilisierung des Schlüsselbeins und ermöglicht in vielen Fällen eine frühzeitige Mobilisation der Schulter. Moderne Implantate sind gut verträglich und können – falls erforderlich – zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernt werden.
Bei höhergradigen Schultereckgelenksprengungen kann das Gelenk minimal-invasiv stabilisiert werden. Dabei erfolgt der Eingriff über kleine Hautschnitte mithilfe spezieller Instrumente.
Das Schlüsselbein wird wieder in seine natürliche Position gebracht und mit stabilisierenden Systemen fixiert. Diese Technik schont das umliegende Gewebe und kann zu einer schnelleren Erholung beitragen.
Bei ausgeprägten Verletzungen kann es notwendig sein, die gerissenen Bänder des Schultereckgelenks zu rekonstruieren. Ziel ist es, die natürliche Stabilität des Gelenks langfristig wiederherzustellen.
Hierbei werden körpereigene Strukturen oder moderne Implantate verwendet, um die Funktion der Bänder zu ersetzen. Dieses Verfahren kommt insbesondere bei schwereren Schultereckgelenksprengungen zum Einsatz.
Nach einer Schultereckgelenksprengung oder einem Schlüsselbeinbruch ist eine sorgfältige Nachbehandlung entscheidend für den Heilungserfolg. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Stabilität der Schulter zu sichern und die Beweglichkeit schrittweise wiederherzustellen.
Im Amalie Hamburg wird die Nachbehandlung individuell geplant und eng begleitet. Dabei arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapie und Pflege eng zusammen, um eine sichere Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.
Typischer Ablauf der Nachbehandlung:
Je nach Verletzung und Behandlung kann die vollständige Belastbarkeit der Schulter mehrere Wochen bis Monate dauern.
Die Rückkehr in den Alltag erfolgt schrittweise und richtet sich nach Art der Verletzung und Heilungsverlauf. Ziel ist es, die Schulter sicher zu stabilisieren und Überlastungen zu vermeiden.
Typische Zeiträume können sein:
Die Behandlung von Schultereckgelenksverletzungen und Schlüsselbeinbrüchen erfordert Erfahrung, präzise Diagnostik und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg betreut ein erfahrenes Team aus Orthopädie und Unfallchirurgie, Pflege und Physiotherapie Patientinnen und Patienten von der ersten Untersuchung bis zur vollständigen Nachbehandlung.
Im Mittelpunkt steht dabei eine individuelle Betreuung, die sich an den Beschwerden, den persönlichen Anforderungen und den Zielen im Alltag orientiert. Ziel ist es, eine stabile Heilung zu erreichen und die Beweglichkeit der Schulter langfristig zu sichern.

Chefarzt, Orthopädie und Unfallchirurgie - Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med. Olaf Pingen leitet als Chefarzt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Wirbelsäulenchirurgie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Behandlung von Schulterverletzungen versorgt er sowohl akute Schultereckgelenksprengungen als auch komplexe Schlüsselbeinbrüche.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf modernen, möglichst schonenden Operationsverfahren sowie auf individuell abgestimmten Therapiekonzepten. Dabei steht stets das Ziel im Vordergrund, die Stabilität der Schulter wiederherzustellen und eine schnelle Rückkehr in Alltag und Sport zu ermöglichen.
Nach Verletzungen im Bereich des Schultereckgelenks kommt es vor allem darauf an, die Stabilität frühzeitig wiederherzustellen. Mit einer individuell abgestimmten Behandlung können wir in vielen Fällen eine sichere Heilung und eine gute Beweglichkeit erreichen.
Dr. med. Olaf Pingen, Chefarzt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Wirbelsäulenchirurgie, Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg
Für die Abklärung und Behandlung von Schultereckgelenksprengung und Schulterfrakturen wenden Sie sich bitte an die zentrale Terminvergabe.
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag, Mittwoch, Freitag | 08:00-10:00 Uhr |
Die Vergabe von Terminen für die privatärztliche Sprechstunde erfolgt über das Chefarztsekretariat.
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag, Mittwoch, Freitag | 08:00-10:00 Uhr |
Und nach Vereinbarung.
Für die Behandlung von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen vereinbaren Sie bitte über die zentrale Terminvergabe einen Untersuchungstermin in der Durchgangsarzt-Sprechstunde.
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag, Mittwoch, Freitag | 08:00-10:00 Uhr |
Chefarztsekretärin:
G. Knieper
In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.
Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.
Typisch sind starke Schmerzen direkt oben auf der Schulter nach einem Sturz. Häufig treten Schwellungen, Druckschmerz und eine eingeschränkte Beweglichkeit auf. Bei schweren Verletzungen kann das Schlüsselbein sichtbar hervortreten.
Ein Schlüsselbeinbruch macht sich meist durch plötzlich auftretende Schmerzen im Bereich des Schlüsselbeins bemerkbar. Oft kommt es zu Schwellungen, einer sichtbaren Fehlstellung oder einer Schonhaltung des Arms.
Nein, viele leichtere Verletzungen können konservativ behandelt werden. Eine Operation ist vor allem bei höhergradigen Instabilitäten oder verschobenen Verletzungen notwendig. Die Entscheidung wird individuell getroffen.
Die Heilungsdauer hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. In vielen Fällen dauert die Knochenheilung mehrere Wochen. Nach einer Operation kann die vollständige Belastbarkeit mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Die Rückkehr zum Sport hängt vom Heilungsverlauf und der Stabilität der Schulter ab. Leichte Belastungen sind oft früher möglich, intensiver Sport meist erst nach vollständiger Stabilisierung und ärztlicher Freigabe.
Unbehandelte oder instabile Verletzungen können langfristig zu Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen führen. Eine frühzeitige Diagnostik und konsequente Behandlung helfen, solche Folgen zu vermeiden.
Wenn nach einem Sturz starke Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen auftreten, sollte die Schulter zeitnah untersucht werden. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Heilungschancen deutlich.