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Viele Patientinnen und Patienten kommen erst zu uns, wenn Schmerzen und Einschränkungen ihren Alltag bereits deutlich bestimmen. Wichtig ist dann, gemeinsam zu klären, ob eine Hüftprothese sinnvoll ist – und vor allem, wann der richtige Zeitpunkt dafür erreicht ist.

Dr. med. Olaf Pingen, Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie – Wirbelsäulenchirurgie, Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus

Wann wird eine Hüftprothese notwendig?

Die Hüfte ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers. Als Kugelgelenk verbindet sie den Oberschenkelknochen mit dem Becken und ermöglicht Bewegungen wie Gehen, Sitzen oder Drehen. Damit das reibungslos funktioniert, sind die Gelenkflächen mit Knorpel überzogen. Dieser wirkt wie ein Stoßdämpfer und schützt die Knochen vor direktem Kontakt.

Bei einer Hüftarthrose wird dieser Knorpel nach und nach abgebaut. Die Folge: Das Gelenk wird empfindlicher, Bewegungen schmerzen zunehmend und im fortgeschrittenen Stadium reiben die Gelenkflächen direkt aufeinander.

Im Amalie Hamburg orientieren wir uns bei der Entscheidung für eine Hüftprothese nicht allein an Röntgenbildern, sondern vor allem auch daran, wie stark Ihre Beschwerden Ihre Lebensqualität beeinflussen.

Die häufigste Ursache: Hüftarthrose

In den meisten Fällen wird ein Hüftersatz bei einer stärkeren Hüftarthrose eingesetzt. Durch den fortschreitenden Knorpelabbau verliert das Gelenk seine Schutzfunktion, die Belastbarkeit nimmt ab und es kommt zu entzündlichen Reaktionen.

Wann konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen

Zu Beginn lassen sich Beschwerden oft mit Physiotherapie, Bewegung und Schmerztherapie lindern. Allerdings können sie den Knorpelverschleiß nicht rückgängig machen.

Auch wenn sich also die Beschwerden zeitweise bessern, schreitet die Hüftarthrose in den meisten Fällen weiter fort. Dann stellt sich irgendwann die Frage nach einer Hüft-OP.

Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, wann dieser Zeitpunkt erreicht ist und ob eine Hüftprothese die passende Behandlung sein könnte.

Der richtige Zeitpunkt für eine Hüft-OP

Viele Patientinnen und Patienten möchten eine Hüft-OP möglichst lange hinauszögern. Das ist verständlich, schließlich ist jeder operative Eingriff mit gewissen Risiken verbunden. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, nicht zu lange mit der OP zu warten, wenn die Lebensqualität bereits deutlich eingeschränkt ist.

Grundsätzlich gilt: So spät wie möglich – aber so früh wie nötig.

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg beraten wir Sie ausführlich und orientieren uns an aktuellen medizinischen Leitlinien ebenso wie an Ihrer individuellen Situation. Ziel ist es, einen Zeitpunkt zu wählen, an dem die Operation medizinisch sinnvoll ist und Ihnen im Alltag spürbar hilft.

Woran Sie erkennen, dass eine Hüftprothese sinnvoll sein kann

Im Alltag zeigt sich oft klar, wann konservative Maßnahmen an ihre Grenzen kommen. Viele Betroffene vermeiden Bewegungen, sind weniger aktiv oder nehmen dauerhafte Schmerzen in Kauf.

Typische Hinweise sind:

Diese Veränderungen besprechen wir in der orthopädischen Sprechstunde im Amalie Hamburg gemeinsam mit Ihnen und ordnen sie medizinisch ein. So lässt sich klären, ob und wann eine Hüft-OP sinnvoll ist.

Wie erfolgt der Hüftersatz am Amalie Hamburg?

Wenn eine künstliche Hüfte notwendig wird, steht für viele Patientinnen und Patienten die Frage im Mittelpunkt, wie die Operation abläuft und was sie erwartet.

Das Einsetzen einer künstlichen Hüfte gehört zu den häufigsten und erfolgreichsten Eingriffen in der Orthopädie.

Im Amalie Hamburg plane wir Hüft-OPs und die Versorgung mit Hüftprothesen regelmäßig. Dabei legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Vorbereitung, eine präzise Durchführung mit modernen, etablierten Operationsverfahren, die uns zur Verfügung stehen, sowie eine strukturierte Nachbehandlung.

Ziel der Operation ist es, die schmerzhaften Gelenkflächen zu ersetzen und die Beweglichkeit des Hüftgelenks wiederherzustellen.

Wie läuft eine Hüftoperation ab?

Bei der Hüft-OP wird das geschädigte Gelenk durch eine Hüftprothese ersetzt. Dafür werden der verschlissene Gelenkkopf entfernt und die Gelenkpfanne so vorbereitet, dass die künstlichen Komponenten passgenau eingesetzt werden können. Die Prothese übernimmt anschließend die Funktion des natürlichen Gelenks und ermöglicht in den meisten Fällen eine schmerzfreie Bewegung.

Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose und dauert meist ein bis zwei Stunden. Auf Wunsch führen wir den Eingriff auch in Teilnarkose durch (Spinalanästhesie).

Auswahl und Planung der Hüftprothese

Das künstliche Hüftgelenk besteht aus mehreren Komponenten: einer Gelenkpfanne mit Inlay, einem Prothesenkopf und einem Schaft, der im Oberschenkelknochen verankert wird. Welche Prothese sich bei Ihnen am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Moderne Hüftprothesen werden aus gut verträglichen und langlebigen Materialien wie Metalllegierungen, Keramik oder speziellen Kunststoffen gefertigt. In den meisten Fällen setzen wir auf zementfreie Implantate, die fest im Knochen einwachsen. In bestimmten Situationen kann auch eine zementierte Verankerung sinnvoll sein.

Entscheidend für den Erfolg der Operation ist, dass die Prothese stabil sitzt und optimal an Ihre individuellen anatomischen Gegebenheiten angepasst ist. Dazu gehören unter anderem die Beinlänge sowie die Spannung der umgebenden Muskulatur.

Im Amalie Hamburg planen wir jede Hüftoperation sorgfältig im Voraus. Dafür besprechen wir jeden Eingriff im Team und wählen das Implantat so aus, dass es bestmöglich zu Ihrer individuellen Situation passt. Grundlage sind bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, in einigen Fällen auch eine spezielle, strahlungsarme Computertomographie. Auf dieser Basis bestimmen wir Größe und Position der einzelnen Prothesenkomponenten möglichst genau.

Spezialgebiet am Amalie Hamburg: schonende Hüftchirurgie

Das Einsetzen einer künstlichen Hüfte erfordert Erfahrung und eine präzise Technik. Wenn es die anatomischen Voraussetzungen zulassen, setzen wir im Amalie Hamburg auf minimalinvasive Operationstechniken, etwa nach der AMIS- oder der ALMIS-Methode. Diese spezielle Technik schont Muskulatur, Gefäße und Nerven, sodass das operierte Bein meist unmittelbar nach der Operation voll belastet werden kann.

Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Ihren individuellen Voraussetzungen ab und wird vor der Operation ausführlich besprochen.

Besonderes Augenmerk legen wir auf:

Nach der Operation: Mobilisation und Rehabilitation

Nach dem Eingriff bleiben Sie ungefähr 3 bis 4 Nächte bei uns in der Klinik. In der Regel werden Sie noch am Operationstag mit der Physiotherapeutin oder dem Physiotherapeuten einige Schritte an den Stöcken gehen. In den nächsten Tagen stehen Schmerztherapie und weitere Bewegung unter Anleitung unserer Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. So führen wir Sie schrittweise an vermehrte Belastungen heran.

Im weiteren Verlauf folgt eine Rehabilitation, die Sie ambulant oder stationär durchführen können. Hier bauen Sie ganz gezielt unter fachlicher Anleitung Beweglichkeit, Muskelkraft und Sicherheit im Alltag auf. Die Nachbehandlung erfolgt in enger Abstimmung mit Reha-Einrichtungen sowie Ihrer weiterbehandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt.

Welche Ergebnisse sind nach Hüft-OP zu erwarten?

Die Hüftprothese gehört zu den erfolgreichsten Eingriffen in der Orthopädie. Ziel ist es, Schmerzen deutlich zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern.

Viele Patientinnen und Patienten können nach der Operation wieder sicher gehen und alltägliche Aktivitäten ohne starke Einschränkungen bewältigen. Die Lebensqualität verbessert sich in vielen Fällen spürbar.

Unser Team: Persönlich für Sie da

Im Amalie Hamburg führen wir Hüft-OPs und die Versorgung mit Hüftprothesen bei Arthrose regelmäßig durch. Bei der Entscheidung für eine Hüftprothese ist es wichtig, Beschwerden richtig einzuordnen und konservative sowie operative Möglichkeiten sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

In der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses Hamburg betreuen wir Patientinnen und Patienten mit Hüfterkrankungen interdisziplinär. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie – Wirbelsäulenchirurgie arbeitet hier eng mit Radiologie, Anästhesie, Schmerztherapie sowie Physiotherapie zusammen. So entsteht von der Diagnostik bis zur Nachsorge ein abgestimmter Behandlungsplan, der die individuellen Wünsche und Gegebenheiten unserer Patientinnen und Patienten berücksichtigt. Unser Anspruch ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und Ihnen langfristig wieder mehr Sicherheit im Alltag zu geben.

Ihr Experte für Hüftprothese in Hamburg

Dr. med. Olaf Pingen ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie – Wirbelsäulenchirurgie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg.

Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere in der Endoprothetik der Hüfte und anderer großer Gelenke.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der sorgfältigen Indikationsstellung sowie der Anwendung moderner, möglichst schonender Operationsverfahren.

Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten eine Therapie zu wählen, die Beschwerden nachhaltig lindert und die Beweglichkeit im Alltag verbessert.

Die Entscheidung für eine Hüftprothese treffen wir nicht allein anhand von Bildern, sondern vor allem anhand Ihrer Beschwerden im Alltag. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die wirklich zu Ihnen passt.

Dr. med. Olaf Pingen, Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie – Wirbelsäulenchirurgie, Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus

Ihr Kontakt zu uns

Terminvereinbarung

Für die Abklärung von Hüftbeschwerden oder die Beratung zu einer möglichen Hüftprothese vereinbaren Sie bitte einen Termin über die zentrale Terminvergabe.

Sprechzeiten:

Wochentag Uhrzeit
Montag, Mittwoch, Freitag 08:00-10:00 Uhr

Privatsprechstunde Dr. med. Olaf Pingen

Die Vergabe von Terminen für die privatärztliche Sprechstunde erfolgt über das Chefarztsekretariat.

Sprechstunde

Wochentag Uhrzeit
Montag, Mittwoch, Freitag 08:00-10:00 Uhr

Und nach Vereinbarung.

Durchgangsarzt-Sprechstunde (D-Arzt)

Für die Behandlung von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen vereinbaren Sie bitte über die zentrale Terminvergabe einen Untersuchungstermin in der Durchgangsarzt-Sprechstunde.

Sprechstunde

Wochentag Uhrzeit
Montag, Mittwoch, Freitag 08:00-10:00 Uhr

Zentrale Terminvergabe

Sekretariat der ärztlichen Leitung

Notfälle

In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.

    Zentrale Notaufnahme

    • Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus
      Haselkamp 33
      22359 Hamburg
    • Fax: +49 40 64411-379

Bei lebensbedrohlichen Situationen

Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.

Wichtige Fragen zur Hüftprothese

Eine künstliche Hüfte – medizinisch Hüftprothese – kommt infrage, wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkungen durch eine Hüftarthrose den Alltag deutlich beeinträchtigen und konservative Behandlungen nicht mehr ausreichend helfen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Befund, sondern vor allem Ihre persönliche Situation.

Moderner Hüftersatz ist sehr langlebig und hält häufig 15 bis 20 Jahre oder länger. Die Haltbarkeit hängt unter anderem von der Belastung, der Knochenqualität und dem Implantat ab.

Die Operation erfolgt in Narkose, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen spüren. Nach der Operation sorgt eine gezielte Schmerztherapie dafür, die Beschwerden gut zu kontrollieren. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass die Arthrose bedingten Schmerzen bereits kurz nach dem Eingriff deutlich nachlassen.

In vielen Fällen können Sie bereits am Tag der Operation oder am Folgetag wieder aufstehen und erste Schritte gehen. Die weitere Mobilisation erfolgt schrittweise mit physiotherapeutischer Unterstützung.

Ja. Ziel der Operation ist es, Ihnen wieder eine möglichst schmerzfreie und sichere Bewegung im Alltag zu ermöglichen. Viele Patientinnen und Patienten können nach der Rehabilitation wieder ohne größere Einschränkungen gehen und sogar Sport treiben.

Wie bei jeder Operation gibt es Risiken, etwa Infektionen, Thrombosen oder eine Lockerung der Prothese. Insgesamt handelt es sich jedoch um einen sehr häufig durchgeführten und gut etablierten Eingriff mit hohen Erfolgsraten und wenig Risiken.

Nach der Rehabilitation können Sie wieder aktiv sein. Besonders geeignet sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern. Welche Belastungen im Einzelfall sinnvoll sind, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Die Rehabilitation beginnt meist direkt nach der Operation und dauert in der Regel mehrere Wochen. Ziel ist es, die Beweglichkeit wiederherzustellen, Muskulatur aufzubauen und den Alltag sicher zu bewältigen.

Die Dauer der Krankschreibung hängt vor allem von Ihrer Tätigkeit und Ihrem individuellen Heilungsverlauf ab. Bei körperlich weniger belastenden Berufen sind häufig etwa 4 bis 6 Wochen ausreichend. Bei körperlich anstrengender Arbeit kann die Krankschreibung auch mehrere Monate dauern.

Ja, eine Hüftprothese kann bei Bedarf ausgetauscht werden, etwa wenn sie sich lockert, verschleißt oder Beschwerden verursacht. Solche Wechseloperationen sind möglich, aber in der Regel aufwendiger als der Ersteingriff und werden individuell geplant.