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Was ist Gebärmutterkrebs?

Gebärmutterkrebs entsteht aus entarteten Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die sich unkontrolliert vermehren und das umliegende Gewebe zerstören. Da es nicht wie beim Zervixkarzinom den Gebärmutterhals betrifft, sondern das Innere der Gebärmutter, spricht man korrekterweise von Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometrium-Karzinom), der weitaus häufigste Gebärmutterkrebs, oder Uterussarkom, wenn der Krebs von den Muskelzellen der Gebärmutterwand ausgeht.
Mehr zu Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Risikofaktoren sind hormonelle Einflüsse, vor allem nach der Menopause, Übergewicht (Adipositas), Diabetes mellitus, ein früher Beginn der Menstruation und eine späte Menopause. Aber auch genetische Faktoren können zum Gebärmutterschleimhautkrebs führen.

Gebärmutterkrebs entwickelt sich meist langsam über Jahre hinweg. In Deutschland erkranken jährlich etwa 11.000 Frauen daran. Es ist damit die fünfhäufigste Krebserkrankung, die Frauen betrifft. Im Schnitt sind sie bei der Diagnose 67 Jahre alt.

Gebärmutterkrebs: Welche Formen gibt es?

Gebärmutterkrebs unterscheidet sich nach Zelltyp und Verlauf:

Seltener treten Mischformen oder andere Varianten auf. Die genaue Einordnung erfolgt im Amalie über histologische Untersuchungen, für die wir mit erfahrenen Pathologinnen und Pathologen zusammenarbeiten. Diese präzise Diagnostik ist entscheidend für die weitere Planung der Therapie.

Prognose bei Gebärmutterkrebs

Auch wenn die Diagnose sehr belastend sein kann: Für ein Endometrium-Karzinom sind die Überlebensaussichten in vielen Fällen gut, vor allem wenn der Tumor im Frühstadium erkannt wird. Die Heilungschancen bei Gebärmutterschleimhautkrebs hängen davon ab, wie weit sich der Krebs bereits ausgebreitet hat, wie der Tumor feingeweblich einzuordnen ist, wie bösartig er ist (Grading) und welche molekularen Merkmale er zeigt.

Risikofaktoren und Vorsorge

Viele Frauen haben keine auffälligen Vorerkrankungen. Dennoch sind einige Faktoren bekannt, die das Risiko erhöhen.

Risikofaktoren für Gebärmutterkrebs

Schützende Faktoren

Gibt es eine Vorsorgeuntersuchung?

Für Gebärmutterkrebs existiert in Deutschland keine gesonderte Früherkennung, da es ohne Symptome keine für sich stehende Untersuchung gibt, die eindeutig auf ein Endometrium-Karzinom oder eine Krebsvorstufe hinweisen würde.
Bei Gebärmutterhalskrebs ist das anders, hier gibt es den Pap-Test und ab 35 Jahren zusätzlich den HPV-Test.
Mehr zu Gebärmutterhalskrebs. ​​​​​​​

Bestehen erbliche Risikofaktoren in der Familie, empfiehlt es sich, ein sinnvolles Vorgehen mit der Gynäkologin oder dem Gynäkologen zu besprechen.

Welche Symptome können auf Gebärmutterkrebs hinweisen?

In frühen Stadien verursacht die Erkrankung oft wenig Beschwerden. Umso wichtiger ist es, auf folgende Symptome von Gebärmutterkrebs zu achten:

Erst im weiteren unbemerkten Verlauf können andere Warnsignale hinzukommen. Spätsymptome eines Endometrium-Karzinoms sind:

Früherkennung ist gerade bei Gebärmutterkrebs entscheidend, denn Endometriumkarzinome werden häufig nur dann erkannt, wenn Symptome auftreten. Deshalb sollten außergewöhnliche Blutungen immer ärztlich abgeklärt werden, vor allem nach der Menopause.

Dr. med. Simon Bühler, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe

Wann sollte man bei Verdacht auf Gebärmutterkrebs zur Ärztin oder zum Arzt?

Ärztlicher Rat ist immer dann angezeigt, sobald ungewöhnliche vaginale Blutungen auftreten. Das gilt vor allem für die Zeit nach der Menopause – das ist der Tag, an dem seit einem Jahr keine Monatsblutung mehr stattgefunden hat. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung (transvaginale Sonografie) lassen sich dann mögliche Gewebsveränderungen erkennen.

Gebärmutterkrebs: Wie erfolgt die Diagnose im Amalie?

Bei einer Gebärmutterkrebs-Diagnose arbeiten wir im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus nach den Standards eines gynäkologischen Krebszentrums intensiv mit Pathologie, Radiologie und Onkologie zusammen.

Um Gebärmutterschleimhautkrebs in Hamburg sicher diagnostizieren zu können, arbeiten wir interdisziplinär mit Pathologie, Radiologie und Onkologie:

Ob und wie weit sich der Tumor möglicherweise ausgebreitet hat, lässt sich erst nach der Operation feststellen, bei der in den meisten Fällen die Gebärmutter entfernt wird. Die Pathologie untersucht im Anschluss das Gewebe. Nicht notwendig ist dies, wenn sich die Krebsvorstufen durch eine Hormonbehandlung zurückbilden.

Hysteroskopie: Klarer Blick auf das Gewebe

Bei der Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) wird die Gebärmutterinnenwand mit einem dünnen Hysteroskop untersucht, das mit Licht und Kamera ausgestattet ist. Die Untersuchung dauert zwischen zehn und zwanzig Minuten und findet meist mit kurzer Vollnarkose statt. Dabei können auch Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden.

Im Anschluss wird häufig die Gebärmutterschleimhaut mit einem scharfen, löffelartigen Instrument (Kürette) abgeschabt (Abrasio). Beide Eingriffe sind minimalinvasiv und schonend.

Durch die strukturierte Diagnostik erkennen wir Tumorstadien sehr genau – das ist die Grundlage für jede gute Therapieentscheidung.

Dr. med. Simon Bühler, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe

Gebärmutterkrebs: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung eines Uteruskarzinoms am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg richtet sich nach Stadium, Tumorart und individuellen Faktoren wie Alter, Kinderwunsch oder Begleiterkrankungen. Jede Therapieentscheidung erfolgt nach den gültigen Leitlinien und im interdisziplinären Austausch. Diese interdisziplinäre Tumormedizin ist ein wesentlicher Vorteil des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses. Denn hier betrachten wir alle Untersuchungsergebnisse, bewerten sie nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen und im Zusammenhang mit Ihrer persönlichen Situation. Wichtig ist uns, alle Behandlungsschritte gemeinsam und in Ruhe zu besprechen.

Viele Frauen fragen sich, wie sich eine Operation auf ihr Körpergefühl oder ihre Sexualität auswirkt – auch hierfür nehmen wir uns Zeit. Unser Motto lautet: Wir wollen nicht einen Tumor behandeln, sondern den Menschen, der diesen Tumor hat!

Operationen bei Gebärmutterkrebs in Hamburg

Für fast alle Patientinnen mit einem Endometrium-Karzinom erfolgt die Behandlung in Form eine Operation. Je nach Befund wählen wir am Amalie zwischen verschiedenen Verfahren.

Minimalinvasive Hysterektomie
Im frühen Tumorstadium kann manchmal eine operative Entfernung der Gebärmutter ausreichen. Dieser Eingriff erfolgt laparoskopisch, also durch kleine Schnitte am Bauch. Eventuell wird auch kombiniert minimalinvasiv operiert.

Erweiterte Hysterektomie
Bei der erweiterten Hysterektomie werden neben der Gebärmutter auch Eileiter und meistens die Eierstöcke entfernt, um erkranktes Gewebe möglichst flächendeckend zu beseitigen. Denn selbst im Frühstadium haben einige Betroffenen schon Metastasen in den Eierstöcken.

Dieser Eingriff erfolgt ebenfalls meist laparoskopisch und in Vollnarkose. Eine Schwangerschaft ist danach nicht mehr möglich. Schmerzen lassen sich gut behandeln. Nach einigen Wochen können Sie wieder in Ihren Alltag zurückkehren.

Ist der Gebärmutterkrebs bereits fortgeschritten, müssen auch auffällig vergrößerte Lymphknoten oder angrenzendes Gewebe entfernt werden. Häufig wird dann ein größerer Bauchschnitt nötig.

Strahlentherapie und kombinierte Radiochemotherapie

Gerade in einem frühen Stadium der Erkrankung kann eine Strahlentherapie nach der OP das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) verhindern. Bei fortgeschrittenen Stadien von Gebärmutterkrebs ist oft eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie die wichtigste Behandlung. Sie hilft, Tumoren gezielt zu zerstören und Rückfallrisiken zu senken.

Gebärmutterkrebs und Hormontherapie bei Kinderwunsch

Es ist selten, dass Frauen vor den Wechseljahren an einem Endometriumkarzinom oder einer atypischen Endometriumhyperplasie erkranken. Bestehen keine weiteren Risikofaktoren und möchte die Betroffen noch schwanger werden, ist es in sehr frühen Stadien möglich, die Entfernung der Gebärmutter hinauszuzögern. Eine medikamentöse Hormontherapie mit hochdosierten Gestagenen kann die Erkrankung dann möglicherweise eindämmen, um sich anschließend den Kinderwunsch zu erfüllen.
Mehr zur atypischen Endometriumhyperplasi.

Unterstützende Maßnahmen (Supportive Care)

Eine Gebärmutterkrebs-Therapie fordert nicht nur den Körper, sondern bringt auch das seelische Gleichgewicht aus der Balance. Deshalb achten wir im Amalie darauf, Sie ganzheitlich zu unterstützen.

Ergänzend zur Gebärmutterkrebs-Behandlung stehen bei uns folgende Angebote bereit:

Sie stabilisieren die Lebensqualität und unterstützen körperlich wie emotional.

Interdisziplinäre Tumormedizin in Hamburg – ihre Vorteile

Krebstherapie bedeutet viele Entscheidungen. Im Amalie stehen Sie damit nicht allein: Unsere Fachbereiche arbeiten eng vernetzt, besprechen jeden Fall gemeinsam und sorgen dafür, dass jede Therapieempfehlung sicher, gut begründet und für Sie verständlich ist.

Ihre Vorteile:

Nachsorge bei Gebärmutterkrebs

Nach abgeschlossener Therapie beginnt die Nachsorge. Sie hilft, Rückfälle früh zu erkennen, Nebenwirkungen zu behandeln und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.

Was gehört zur Nachsorge?

Die Nachsorge ist ein wichtiger Teil der Behandlung, der von den niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen durchgeführt wird. Ziel ist es, dass Sie körperlich wie seelisch gut weiterheilen. Je nach Therapie können auch körperliche Folgen auftreten – etwa Lymphödeme, Veränderungen von Scheidengewebe oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr. Sprechen Sie Ihre behandelnde Ärztin oder Arzt darauf an.

Die Nachsorge umfasst:

Psychologische Unterstützung

Eine Krebsdiagnose ist emotional belastend. Psychologinnen und Psychologen unterstützen Sie bei der Bewältigung Ihrer Erkrankung und helfen Ihnen, Strategien für den Alltag zu entwickeln und zu neuer Stabilität zu finden.

Prognose – warum pauschale Aussagen nicht möglich sind

Die Prognose hängt vom Tumorstadium und Ihrer persönlichen Situation ab. Im ärztlichen Gespräch erklären wir verständlich, welche Faktoren konkret bei Ihnen eine Rolle spielen und welche Therapieziele realistisch sind.

Ihre Vorteile im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus

Viele Patientinnen schätzen die ruhige Lage des Hauses in Hamburg-Volksdorf und die persönliche Atmosphäre, die Sicherheit und Vertrauen schafft. Als Schwerpunktklinik für gynäkologische Tumoren verfügt das Amalie über besondere operative und onkologische Erfahrung. Doch eine gute Krebsbehandlung braucht mehr als Medizin: Sie braucht ein Umfeld, in dem man sich sicher, verstanden und gut begleitet fühlt. Genau dafür stehen wir.

Wir bieten:

Unser Team: Persönlich für Sie da

In der Gynäkologie und gynäkologischen Onkologie des Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus werden Frauen mit Gebärmutterkrebs interdisziplinär und leitliniengerecht behandelt. Eine Krebsdiagnose ist für viele Patientinnen mit großer Unsicherheit verbunden. Umso wichtiger sind eine präzise Diagnostik, klare Therapieentscheidungen und eine Begleitung, die medizinische Kompetenz mit menschlicher Nähe verbindet. Unsere spezialisierten Teams begleiten Sie während der gesamten Behandlung – medizinisch, emotional und organisatorisch.

Dabei arbeiten die internen und externen Fachbereiche eng zusammen: von der Gynäkologie und Radiologie über Pathologie und Onkologie bis hin zur interdisziplinären Tumorkonferenz. So stellen wir sicher, dass alle Befunde gemeinsam bewertet und Therapieempfehlungen individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt werden.

Zum Team gehören:

Ihr Experte für die Behandlung von Gebärmutterkrebs in Hamburg

Dr. med. Simon Bühler ist Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus sowie zertifizierter gynäkologischer Onkologe. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der operativen und multimodalen Behandlung von gynäkologischen Tumorerkrankungen. Als erfahrener Operateur beherrscht er auch sehr komplexe operative Verfahren.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der sicheren chirurgischen Therapie, der sorgfältigen Abwägung aller Behandlungsoptionen und einer verständlichen Kommunikation. Wichtig ist ihm, dass Patientinnen ihre Therapieentscheidungen nachvollziehen können und sich während der gesamten Behandlung gut begleitet fühlen.

Bei Krebsoperationen kommt es auf chirurgische Erfahrung an. Unser Ziel ist es, Tumoren sicher zu entfernen und zugleich den Frauen eine bestmögliche Lebensqualität zu geben.

Dr. med. Simon Bühler, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe

Pflege und Sozialdienst Hamburg

Unsere spezialisierten Teams begleiten Sie während der gesamten Behandlung – medizinisch, emotional und organisatorisch. Sie helfen bei Beschwerden, Übergängen und Fragen rund um Alltag, Familie und Beruf.

Ihr Kontakt zu uns

Terminvereinbarung

Für die Vereinbarung eines Termins in der gynäkologischen Ambulanz wenden Sie sich bitte an die gynäkologische Ambulanz.

Die Zeiten unserer Sprechstunde

Wochentag Uhrzeit
Montag bis Freitag 08:00–15:00 Uhr

Sekretariat der ärztlichen Leitung

Notfälle

In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.

    Zentrale Notaufnahme

    • Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus
      Haselkamp 33
      22359 Hamburg
    • Telefon: +49 40 64411-379

Bei lebensbedrohlichen Situationen

Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.

Gebärmutterkrebs: Häufige Fragen unserer Patientinnen

Vor der Menopause: Zwischenblutungen oder ungewöhnlich lange bzw. starke Regelblutungen. Nach der Menopause: erneute Blutungen. Auch Beschwerden wie eitriger vaginaler Ausfluss, Blut in Urin oder Stuhl, irregulärer Toilettendrang und starker Gewichtsverlust sollten ärztlich abgeklärt werden.

Das hängt vom Befund ab. Die Radikalität der OP hängt vom Tumorstadium ab. Im Frühstadium ist es häufig schon mit der Entfernung der Gebärmutter, der Eileiter und der Eierstöcke ausreichend behandelt. Besteht ein Kinderwunsch, kann die OP eventuell verzögert werden. Ergänzend kann nach der Operation eine Strahlentherapie (Radiotherapie) in Frage kommen. Bei fortgeschrittenen Tumoren kommt häufig eine Radiochemotherapie dazu.

Das Wichtigste sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen. Neue Beschwerden wie Blutungen, anhaltende Veränderungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang und Gewichtsverlust sollten frühzeitig abgeklärt werden.

Anders als beim Eierstockkrebs spielt eine genetische Ursache nur selten eine Rolle. In der Mehrheit entsteht er durch Risikofaktoren wie Hormone, Übergewicht oder Alter.

Ja. Eine Zweitmeinung kann helfen, mehr Sicherheit zu gewinnen. Im Amalie unterstützen wir Sie gern dabei, Befunde zu verstehen und Therapieoptionen abzuwägen.