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Musik, Architektur und Geschichte in einzigartiger Atmosphäre

Matthias Berges an der Orgel und Boris Havkin an der Trompete verzauberten ihr Publikum mit einem vielfältigen Programm von Barock über Romantik bis hin zum Jazz und beeindruckten mit ihrem ebenso virtuosen wie einfühlsamen Spiel. Trotz höchst-sommerlicher Temperaturen war das Gotteshaus beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt.

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz, Ärztlicher Direktor im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus, hatte das Konzert in der St. Michaelskapelle initiiert, um damit noch stärker auf dieses architektonische und kulturelle Kleinod aufmerksam zu machen. Derzeit werden Teile der Außenfassade und des Daches der St. Michaelskapelle auf Veranlassung von Campus-Geschäftsführer Andreas Schneider instandgesetzt.     

Impressionen eines besonderen Konzertabends

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz begrüßt die Gäste zum Sommerkonzert in der St. Michaelskapelle auf dem Gesundheitscampus Volksdorf
Rundes Kirchenfenster mit biblischer Darstellung von Claus Wallner in der St. Michaelskapelle auf dem Gesundheitscampus Volksdorf
Organist Matthias Berges und Trompeter Boris Havkin musizieren gemeinsam beim Sommerkonzert in der St. Michaelskapelle
Blick in die nahezu voll besetzte St. Michaelskapelle während des Sommerkonzerts auf dem Gesundheitscampus Volksdorf
Altar mit Kreuz und den charakteristischen Glasfenstern der St. Michaelskapelle auf dem Gesundheitscampus Volksdorf

Die St. Michaelskapelle und ihre besonderen Schätze

Zwischen den einzelnen Musikstücken ergriff Professor von Dobschütz mehrfach das Wort, um mit großer Kenntnis den besonderen Kirchenraum und seine Geschichte vorzustellen: Die Kapelle wurde 1958 durch die Architekten Gerhard und Dieter Langmaack errichtet und verfügt dank des Künstlers Claus Wallner über eindrucksvolle Glasfenster mit biblischen Themen. Wallner ist ein herausragender Künstler gewesen, der unter anderem auch Glasfenster im Ulmer Münster und in der Hamburger Petrikirche gestaltete. Bemerkenswert ist auch die Steinmeyer-Orgel, die 1979 nachträglich ihren Platz in der Kapelle gefunden hat und von deren großartigem Klang – trotz lediglich sechs Registern - sich an diesem Abend jede und jeder überzeugen konnte. Professor von Dobschütz hat persönliche Bezüge zur Familie Steinmeyer im bayerischen Oettingen und war seinerzeit hoch erfreut, ein solches Instrument in der Kapelle zu entdecken.

So war dieser Abend auch die Würdigung eines besonderen Ortes voller Spiritualität, Kunst und Geschichte, an dem wundervolle Musik dieses alles auf einprägsame Weise miteinander verband. Danke!