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Typische Hinweise

Zwei wichtige Gruppen

Morphologisch: z. B. Rektozele, Intussuszeption, Enterozele oder Rektumprolaps.

Funktionell: z. B. Anismus bzw. Beckenbodendyssynergie.

Operation notwendig?

Nicht jede im MRT oder in der Defäkographie sichtbare Veränderung muss operiert werden. Entscheidend ist, ob sie zu den Beschwerden und zur gemessenen Funktion passt.

Behandlung Stuhlentleerungsstörung (ODS): konservativ bis operativ

Wir beginnen – wenn medizinisch sinnvoll – mit konservativen Maßnahmen und steigern die Therapie nur dann, wenn Beschwerden und Befunde dies rechtfertigen.

  • Verstehen
  • Regulieren
  • Trainieren
  • Unterstützen
  • Gezielt operieren

Konservative Möglichkeiten

Stuhlregulation & Medikamente

Stuhlkonsistenz und Darmtransport werden entsprechend der zugrunde liegenden Störung beeinflusst.

Transanale Irrigation

Bei geeigneten Patienten kann eine regelmäßige Spülung eine vollständigere und planbarere Darmentleerung ermöglichen.

Beckenbodentherapie & Biofeedback

Besonders bei funktionellen Koordinationsstörungen kann ein gezieltes Training helfen, Entleerung und Kontinenz zu verbessern.

Beratung & Verlaufskontrolle

Entscheidend ist, ob sich Beschwerden und Lebensqualität tatsächlich verbessern – nicht nur ein einzelner Messwert.

Wenn eine Intervention sinnvoll wird

Je nach Ursache kommen sakrale Neuromodulation, Schließmuskelrekonstruktion, ventrale Rektopexie, Resektionsrektopexie oder – bei streng ausgewählter Slow-Transit-Konstipation – eine Kolonresektion infrage.

Die Operation richtet sich nach der nachgewiesenen Funktionsstörung – nicht umgekehrt.