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Was ist Dickdarmkrebs?

Dickdarmkrebs (medizinisch: Kolonkarzinom) entsteht, wenn sich in der Darmschleimhaut Zellen unkontrolliert vermehren. Oft entwickeln sich diese bösartigen Veränderungen aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen.

Unser erfahrenes Team aus Chirurgie und Gastroenterologie sowie externer Onkologie arbeitet eng zusammen, um für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen. Dank moderner Diagnostik und minimalinvasiver Operationsverfahren sind die Chancen auf eine vollständige Heilung heute so gut wie nie zuvor.

Wir wissen, dass die Diagnose Krebs vieles verändert. Deshalb stehen wir im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich an Ihrer Seite.

Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Wie wird Dickdarmkrebs diagnostiziert?

Die Diagnose Dickdarmkrebs beginnt meist mit einer Darmspiegelung (Koloskopie). Dabei kann die Ärztin oder der Arzt verdächtige Schleimhautveränderungen direkt sehen und Gewebeproben entnehmen. Wird bei der Untersuchung der Gewebeproben ein bösartiger Tumor nachgewiesen, folgen weitere Untersuchungen, um die Ausbreitung der Erkrankung zu beurteilen – etwa Ultraschall, CT oder MRT.

Alle Befunde werden im interdisziplinären Tumorboard am Amalie besprochen, an dem Fachärztinnen und -ärzte aus Chirurgie, Onkologie, Radiologie, Pathologie teilnehmen. So können wir innerhalb kurzer Zeit eine Diagnose stellen und entscheiden, welche Behandlung – ob Operation, Chemotherapie oder Kombination – für Sie am besten geeignet ist.

Zum interdisziplinären Tumorboard.

Die enge Abstimmung im Tumorboard ist ein zentraler Qualitätsfaktor unserer onkologischen Arbeit im Amalie.

Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Wie wird Dickdarmkrebs behandelt?

Die Diagnose Dickdarmkrebs verändert vieles – doch sie bedeutet heute längst nicht mehr, dass sie lebensbeendend ist. Dank moderner Operationsverfahren, zielgerichteter Medikamente und eng verzahnter Nachsorge bestehen heute sehr gute Heilungschancen.

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus begleiten wir Sie durch alle Phasen der Behandlung des Kolonkarzinoms. Diese richtet sich nach der genauen Lage, Größe und Ausbreitung des Tumors. In vielen Fällen ist eine operative Entfernung der betroffenen Darmabschnitte die wichtigste und oft heilende Maßnahme. Ergänzend kann – je nach Befund – eine Chemotherapie folgen, um Rückfälle zu vermeiden.

Unsere Chirurginnen und Chirurgen verfügen über langjährige Erfahrung in der offenen und laparoskopischen Kolonresektion - ein minimalinvasives Operationsverfahren, bei dem ein erkrankter Abschnitt des Dickdarms über kleine Schnitte in der Bauchdecke entfernt wird. Die onkologische Nachsorge erfolgt in enger Abstimmung mit niedergelassenen Onkologinnen, Onkologen, Hausärztinnen und -ärzten.

Wann ist eine Operation sinnvoll oder notwendig?

Eine Operation ist meist dann angezeigt, wenn der Tumor örtlich begrenzt ist und keine Tochtergeschwülste (Metastasen) vorliegen. Auch bei größeren oder komplizierteren Befunden kann ein chirurgischer Eingriff die beste Option sein, um den Tumor vollständig zu entfernen.

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus setzen wir auf moderne, möglichst schonende Verfahren – häufig minimalinvasiv. Diese Technik ermöglicht kleinere Schnitte, eine schnellere Genesung und geringere Komplikationsraten.

Wir kombinieren chirurgische Erfahrung mit modernen onkologischen Therapiekonzepten – immer mit Blick auf Lebensqualität und Heilung.

Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Sanft operieren, schnell genesen – moderne Chirurgie im Amalie

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg setzen wir bei Operationen des Dickdarms auf moderne, besonders schonende Verfahren. Wann immer möglich, operieren wir minimalinvasiv – also über kleinste Hautschnitte mit Hilfe einer Kamera und feinen Spezialinstrumenten.

Diese Technik verringert die Belastung für den Körper, führt zu weniger Schmerzen und einer schnelleren Genesung. Auch das Risiko für Wundinfektionen und Narbenbrüche ist deutlich reduziert.

Besonders wichtig ist uns der Erhalt der Lebensqualität: Unsere erfahrenen Chirurginnen und Chirurgen planen jeden Eingriff sorgfältig, um Funktion und Kontinenz zu bewahren – und, wenn möglich, einen künstlichen Darmausgang zu vermeiden.

Nach der Operation unterstützen wir Sie aktiv beim Wiederaufbau Ihrer Ernährung und Beweglichkeit – Schritt für Schritt, bis Sie wieder sicher im Alltag stehen.

Minimalinvasive Chirurgie bedeutet für uns: präzise Medizin mit maximaler Schonung für unsere Patientinnen und Patienten.

Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Wie funktioniert die Nachsorge nach einer Dickdarm-OP?

Die Nachsorge beginnt unmittelbar nach dem Eingriff auf unserer chirurgischen Station. Dort überwachen wir Ihren Kreislauf, kontrollieren regelmäßig Blutwerte und die Funktion des Darms. Bereits kurz nach der Operation dürfen Sie in der Regel wieder aufstehen und leichte Kost zu sich nehmen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die schrittweise Wiederaufnahme der Verdauung, die Wundheilung und die individuelle Ernährung.

Bereits vor der Entlassung wird ein Nachsorgeplan erstellt, der onkologische Kontrollen, Laboruntersuchungen (CEA, Blutbild, Leberwerte) und bildgebende Verfahren (Sonografie, CT) umfasst. Die langfristige Betreuung erfolgt in enger Kooperation mit niedergelassenen Onkologinnen, Onkologen, Hausärztinnen und -ärzten. Sollten Sie psychologische Unterstützung benötigen, bieten wir eine Seelsorge im Amalie an.

Zur Seelsorge.

Eine gute Nachsorge ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und Rückfälle frühzeitig zu erkennen – dafür nehmen wir uns in der Amalie viel Zeit.

Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Unser Team: Persönlich für Sie da

Am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg betreut Sie ein erfahrenes Team aus Fachärztinnen und Fachärzten vieler Fachrichtungen, Pflegekräften, Seelsorge und Sozialdienst. Wir wissen, dass die Diagnose Krebs viele Fragen aufwirft – und manchmal auch Ängste. Deshalb nehmen wir uns Zeit, erklären jeden Schritt verständlich und begleiten Sie verlässlich von der ersten Beratung über die Operation bis zur Nachsorge.

Zum Team des Amalie Tumorzentrums.

Zu unserem Behandlungsteam gehören

Gemeinsam entwickeln wir für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen, leitliniengerechten Behandlungsplan.

Für Zuweiserinnen und Zuweiser bietet das Amalie

Unsere verlässlichen Kooperationspartnerinnen – und partner

Im Bereich der onkologischen Erkrankungen arbeitet das Evangelische Amalie Sieveking Krankenhaus u.a. mit folgenden Einrichtungen zusammen:

Ihr Experte zur Behandlung von Dickdarmkrebs in Hamburg

Chefarzt Prof. Dr. med. Christoph Isbert ist Facharzt für Chirurgie mit dem Schwerpunkt Viszeral- und Koloproktologische Chirurgie. Seit 2014 leitet er die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie am Amalie Sieveking, seit 2024 zusätzlich das Amalie Pouch Zentrum Hamburg. Er ist auf der Focus-Ärzteliste ausgewiesen als „Top-Mediziner Bauchchirurgie“ und wird auch auf der STERN-Ärzteliste geführt. Seine wissenschaftliche und operative Expertise gilt modernster minimal-invasiver Onkochirurgie.

Wir freuen uns, wenn Sie sich vertrauensvoll in unsere Hände begeben wollen und stehen Ihnen und Ihren Angehörigen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Ihr Kontakt zu uns

Terminvereinbarung

Eine Vorstellung elektiver Patienten ist jederzeit über das Aufnahme- und Diagnostik-Zentrum (ADZ) möglich sowie über das Chefarztsekretariat von Prof. Dr. med. Christoph Isbert.

Anmeldung

Die Zeiten unserer koloproktologischen Sprechstunde

Wochentag Uhrzeit
Dienstag 10:00-13:00 Uhr
Mittwoch

10:00-12:00 Uhr

Donnerstag 10:00-13:00 Uhr

Privatsprechstunde Prof. Dr. med. Christoph Isbert

Die Vergabe von Terminen für die privatärztliche Sprechstunde erfolgt über das Chefarztsekretariat.

Sprechstunde

Dienstag und nach Vereinbarung

Sekretariat der ärztlichen Leitung

Notfälle

In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.

    Zentrale Notaufnahme

    • Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus
      Haselkamp 33
      22359 Hamburg
    • Telefon: +49 40 64411-379

Bei lebensbedrohlichen Situationen

Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.

Wichtige Fragen zu Dickdarmkrebs

Ja, die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung. Zahlreiche Studien zeigen: Wer sich ausgewogen ernährt, kann sein Risiko deutlich senken.

Empfehlenswert sind:

  • eine ballaststoffreiche Kost mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten
  • pflanzliche Eiweißquellen wie Linsen, Bohnen oder Tofu
  • ausreichend Flüssigkeit, idealerweise Wasser oder ungesüßter Tee
  • regelmäßige Bewegung und ein normales Körpergewicht

Vermeiden oder reduzieren sollten Sie:

  • rotes und verarbeitetes Fleisch (z. B. Wurstwaren)
  • übermäßigen Alkoholkonsum
  • Rauchen

So lassen sich entzündliche Prozesse und das Risiko für Dickdarmkrebs messbar verringern.

Nach der Operation braucht Ihr Verdauungssystem Zeit, um sich zu erholen. In der Regel beginnen Sie mit leichter Kost, die nach und nach erweitert wird. Gut verträglich sind z. B. weich gekochtes Gemüse, Haferbrei, mild gewürzte Gerichte und ausreichend Flüssigkeit. Fettreiche, sehr ballaststoffreiche oder stark gewürzte Speisen sollten Sie anfangs meiden.

Kein Lebensmittel kann Krebs sicher verhindern. Aber eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung kann helfen, Rückfällen vorzubeugen und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.

Nach einer Dickdarm-OP empfehlen wir, regelmäßig kleine Mahlzeiten zu essen, Alkohol zu reduzieren und auf eine gute Eiweißversorgung zu achten – besonders bei Gewichtsverlust. Wichtig ist auch, den Vitamin-D-Spiegel regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Im frühen Stadium verursacht Dickdarmkrebs meist keine Beschwerden und Symptome. Deshalb ist die Vorsorge so wichtig: Ab dem 50. Lebensjahr (bei familiärer Vorbelastung früher) übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Darmspiegelung.

Dabei können Polypen – mögliche Vorstufen von Krebs – direkt entfernt werden. Am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg beraten wir Sie gern zur Vorsorgeuntersuchung und helfen bei der Terminplanung.

Blut im Stuhl muss nicht immer auf Krebs hinweisen – es kann auch harmlose Ursachen haben, etwa Hämorrhoiden oder kleine Schleimhautverletzungen. Trotzdem sollte es immer ärztlich abgeklärt werden. Eine Darmspiegelung gibt schnell Gewissheit. Je früher eine mögliche Veränderung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Die Heilungschancen sind heute sehr gut – insbesondere, wenn die Erkrankung früh erkannt und der Tumor vollständig entfernt wird.
Im Amalie kombinieren wir chirurgische Präzision mit moderner Onkologie und einer intensiven Nachsorge. So können wir viele Patientinnen und Patienten dauerhaft heilen und ihre Lebensqualität erhalten.