
Prof. Dr. med. C. Isbert
Chefarzt, Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie
Leiter, Amalie Pouch Zentrum Hamburg

Ein künstlicher Darmausgang – medizinisch Stoma – wird notwendig, wenn der natürliche Weg des Darms vorübergehend oder dauerhaft unterbrochen werden muss. Durch eine kleine Öffnung in der Bauchdecke wird der Darm nach außen geleitet, sodass Stuhlgang über ein spezielles Beutelsystem abgeleitet wird.
Ein Stoma kann nach Operationen bei Darmkrebs, Entzündungen oder Verletzungen notwendig sein. In vielen Fällen ist es nur eine vorübergehende Lösung, bis der Darm vollständig verheilt ist.
Wir wissen, dass ein Stoma nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein emotionales Thema ist. Unser Ziel ist, Ihnen Sicherheit und Lebensqualität zurückzugeben.
Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg
Ein künstlicher Darmausgang wird während einer Operation am Dick- oder Dünndarm angelegt. Dabei wird ein kleiner Teil des Darms durch eine Öffnung in der Bauchdecke nach außen geführt und mit der Haut vernäht. Über diesen Weg kann der Stuhlgang in einen speziellen Beutel abgeleitet werden.
Das Stoma kann vorübergehend oder dauerhaft sein – abhängig von der Erkrankung und dem Zustand des Darms. Wenn der Darm vollständig verheilt ist und der natürliche Weg wiederhergestellt werden kann, lässt sich das Stoma in einer zweiten Operation meist rückverlegen.
Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg werden solche Eingriffe von erfahrenen Viszeralchirurginnen und -chirurgen durchgeführt. Wann immer möglich, operieren wir minimalinvasiv, um die Belastung für unsere Patientinnen und Patienten so gering wie möglich zu halten.
Unser Ziel ist, die bestmögliche Balance zwischen Sicherheit und Lebensqualität zu erreichen – mit so wenig Belastung wie nötig.
Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg
Ein künstlicher Darmausgang verändert das Leben – zumindest für eine Zeit. Viele Patientinnen und Patienten empfinden den Gedanken daran zunächst als überwältigend. Fragen tauchen auf wie: Wie werde ich aussehen? Kann ich mich wieder frei bewegen? Wird jemand etwas merken? All diese Gefühle – Scham, Angst, Unsicherheit – sind ganz normal. Wichtig ist: Niemand muss diesen Weg allein gehen.
Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg begleiten wir Sie Schritt für Schritt in die neue Lebenssituation. Schon wenige Tage nach der Operation beginnen unsere speziell ausgebildeten Stomatherapeutinnen mit der Stomaberatung, darunter vor allem die Anleitung im Umgang mit dem Stoma. Sie zeigen, wie das Beutelsystem gewechselt und die Haut gepflegt wird, beraten zu Kleidung, Bewegung, Sexualität und Körpergefühl – und geben wertvolle Alltagstipps, damit Sie bald wieder Vertrauen in Ihren Körper gewinnen.
Ebenso wichtig wie die körperliche Anpassung ist die seelische Unterstützung. Unsere Seelsorgerinnen, Seelsorger und Pflegefachkräfte nehmen sich Zeit für Gespräche über Ängste, Partnerschaft oder das Leben mit der neuen Situation. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie – mit der richtigen Begleitung – schneller als gedacht zu einer neuen Normalität finden.
Nach der Anlage eines künstlichen Darmausgangs beginnt die Nachsorge direkt auf unserer Station. Wir überwachen den Heilungsverlauf, kontrollieren regelmäßig Kreislauf, Flüssigkeitshaushalt und Hautzustand rund um das Stoma.
Bereits wenige Tage nach der Operation können die meisten Patientinnen und Patienten wieder aufstehen und sich eigenständig bewegen. Unsere Stomatherapeutinnen und -therapeuten begleiten Sie dabei, Schritt für Schritt Sicherheit im Umgang mit dem Stoma zu gewinnen.
In vielen Fällen ist der künstliche Darmausgang nur vorübergehend. Wenn der Darm verheilt ist, kann er in einer zweiten Operation rückverlegt werden. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, besprechen wir individuell in der Nachsorgesprechstunde des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses Hamburg.
Die Qualität einer Stomatherapie zeigt sich nicht nur im OP, sondern in der gesamten Nachsorge – das ist unser Anspruch in der Amalie.
Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg
Ein künstlicher Darmausgang verändert vieles – aber Sie sind dabei nicht allein. Im Amalie betreut Sie ein erfahrenes Team aus Ärztinnen, Ärzten, Pflegekräften, Therapeutinnen und Therapeuten, das eng zusammenarbeitet, damit Sie sich in jeder Phase gut aufgehoben fühlen.
Die Zeit nach der Entlassung ist entscheidend, um im Alltag gut zurechtzukommen. Im Amalie begleiten wir Sie auch dann weiter, wenn Sie wieder zu Hause sind.
Unsere Stomatherapeutinnen und -therapeuten stehen telefonisch oder persönlich zur Verfügung, um bei Fragen zur Hautpflege, Ernährung oder Handhabung zu unterstützen. Gemeinsam finden wir Lösungen, wenn etwas drückt, und geben Tipps, wie Sie mit kleinen Veränderungen im Alltag sicher umgehen.
Besonders wichtig ist die Ernährung: Sie hilft, Verdauung und Wohlbefinden zu stabilisieren. Wir empfehlen, neue Lebensmittel schrittweise zu testen und auf die Signale des Körpers zu achten – so finden Sie schnell heraus, was Ihnen guttut.
Nach einer Stomaanlage geht es nicht nur um Wundheilung, sondern darum, wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu finden.
Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg
Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg werden Patientinnen und Patienten mit künstlichem Darmausgang von einem erfahrenen, interdisziplinären Team betreut. Wir wissen, dass die Behandlung und das Leben mit einem Stoma viele Fragen aufwirft – deshalb begleiten wir Sie vom ersten Gespräch bis weit über den Klinikaufenthalt hinaus.

Chefarzt, Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie
Leiter, Amalie Pouch Zentrum Hamburg
Chefarzt Prof. Dr. med. Christoph Isbert gilt als einer der erfahrensten Spezialisten für Darm- und Pouch-Chirurgie in Deutschland. Er ist auf den FOCUS- und STERN-Ärztelisten als empfohlener Spezialist für Bauchchirurgie vertreten und leitet das Amalie Pouch Zentrum Hamburg, eines der wenigen spezialisierten Zentren seiner Art in ganz Deutschland.
Qualität entsteht aus Erfahrung – und aus Zusammenarbeit. In der Amalie bündeln wir beides, um Patientinnen und Patienten optimal zu versorgen.
Prof. Dr. med. Christoph Isbert, Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie, Leiter Amalie Pouch Zentrum Hamburg
Eine Vorstellung elektiver Patientinnen und Patienten ist jederzeit über das Aufnahme- und Diagnostik-Zentrum (ADZ) der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie möglich.
Zu den Kontakten der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und koloproktologische Chirurgie.
Im Rahmen unserer Koloproktologischen Sprechstunde bieten wir eine Hamburger Stoma-Sprechstunde an. In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Situation zu besprechen, Fragen zu beantworten und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen.
sowie über das Chefarztsekretariat von Prof. Dr. med. Christoph Isbert.
Die Zeiten unserer koloproktologischen Sprechstunde:
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Dienstag | 10:00 -13:00 Uhr |
| Mittwoch | 10:00 -12:00 Uhr |
| Donnerstag | 10:00-13:00 Uhr |
Die Vergabe von Terminen für die privatärztliche Sprechstunde erfolgt über das Chefarztsekretariat.
Dienstag und nach Vereinbarung
Chefarztsekretärin:
Denise Müller
In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.
Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.
In den ersten Wochen nach der Operation braucht der Darm Ruhe. Leicht verdauliche Kost mit wenig Fett, ausreichend Eiweiß und genügend Flüssigkeit ist ideal. Gut verträglich sind z. B. weich gekochtes Gemüse, Haferbrei, Reis oder Geflügel.
Nach und nach können Sie Ihre Ernährung erweitern und ausprobieren, was Ihnen bekommt – jeder Mensch reagiert unterschiedlich.
Einige Lebensmittel können Blähungen oder Gerüche verstärken – etwa Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln oder stark gewürzte Speisen.
Auch sehr zuckerhaltige und fettreiche Mahlzeiten können Beschwerden verursachen. Das heißt aber nicht, dass Sie dauerhaft darauf verzichten müssen: Mit der Zeit finden Sie heraus, was Ihnen bekommt.
Trinken Sie regelmäßig, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen – besonders bei einem Ileostoma.
Ob und wann das Stoma wieder entfernt werden kann, hängt vom Heilungsverlauf und von der Grunderkrankung ab.
Wenn der Darm gut verheilt ist und die Verdauung wieder funktioniert, kann die Rückverlagerung frühestens ab 12 Wochen erfolgen.
In der Stoma-Sprechstunde des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses Hamburg prüfen wir dies individuell und besprechen den besten Zeitpunkt gemeinsam mit Ihnen.
Ja – mit etwas Planung ist fast alles möglich.
Viele Stomaträgerinnen und -träger können wieder schwimmen, wandern, Rad fahren oder reisen. Wichtig ist, geeignete Stomaversorgungen und hautfreundliche Haftsysteme zu nutzen.
Unsere Stomatherapeutinnen geben praktische Tipps für Freizeit und Bewegung, damit Sie sich auch unterwegs sicher fühlen.
Ein künstlicher Darmausgang kann das Selbstbild verändern. Manche Menschen erleben Scham oder ziehen sich zurück. Das ist völlig normal – und lässt sich mit guter Begleitung meist rasch überwinden.
Wir können Ihnen gerne die Kontakte zu Selbsthilfegruppen weitergeben.
Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie nach einigen Wochen wieder selbstbewusst und aktiv am Leben teilnehmen können.
Nach 12 Wochen erfolgt eine Nachsorgeuntersuchung im Amalie – davor betreut Sie ambulant die Hausärztin oder der Hausarzt.
Wir prüfen die Haut, die Stomafunktion und besprechen Ernährung, Rückverlagerung und mögliche Anpassungen bei der Versorgung.
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Chirurgie, Pflege, Ernährung und Psychoonkologie können wir Sie in jeder Phase individuell begleiten – medizinisch fundiert und menschlich nah.