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Was ist ein Kaiserschnitt?

Ein Kaiserschnitt (medizinisch: Sectio caesarea) ist eine operative Entbindung, bei der das Kind durch einen Bauchschnitt zur Welt gebracht wird. Der Kaiserschnitt kann geplant sein oder während der Geburt notwendig werden. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg wird der Eingriff in einer geschützten Atmosphäre durchgeführt. Unser Geburtsteam ist während der ganzen Zeit an Ihrer Seite.

Es geht darum, den natürlichen Geburtsvorgang solange wie möglich zu unterstützen. Wir greifen erst ein, wenn es wirklich nötig ist. Die Natur macht vieles selbst, wir begleiten achtsam und sicher.

Nina Böhm, Leitende Kreißsaal-Oberärztin, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Wann ist ein Kaiserschnitt sinnvoll?

Nicht jede Geburt verläuft nach Plan. Manchmal zeigen sich im Verlauf der Schwangerschaft oder unter der Geburt Umstände, bei denen ein Kaiserschnitt mehr Sicherheit bietet. Dann geht es nicht um ein „Entweder-oder“, sondern darum Mutter und Kind sicher durch die Phase der Geburt zu begleiten.

Mögliche Gründe für einen Kaiserschnitt können sein:

Auch bei psychischer Belastung oder Angst vor der Geburt kann ein geplanter Kaiserschnitt sinnvoll sein. Wir beraten Sie gern dazu.

Kaiserschnitt: Ablauf im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus

Viele werdende Eltern sind vor einem Kaiserschnitt unsicher. Wie fühlt sich das an? Was passiert wann? Und kann mein Partner oder meine Partnerin dabei sein? Wir legen großen Wert darauf, dass Sie sich auch bei dieser besonderen Form der Geburt sicher und gut begleitet fühlen. Unsere Ärztinnen, Hebammen und Anästhesieteams sorgen vor, während und nach dem Eingriff für eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre. Insgesamt dauert der Eingriff etwa 30 bis 45 Minuten.

Babyfreundliche Geburtsklinik

Das Evangelische Amalie Sieveking Krankenhaus ist als erste Geburtsklinik Deutschlands von WHO und UNICEF als „Babyfreundliche Geburtsklinik“ ausgezeichnet worden. Dieser Ansatz fördert Bonding, frühes Stillen und eine enge Eltern-Kind-Bindung – auch und gerade nach einem Kaiserschnitt.

So verläuft ein Kaiserschnitt im Amalie

Jede Geburt ist einzigartig, auch eine Bauchgeburt. Damit Sie sich sicher fühlen, führen wir Sie Schritt für Schritt durch den Ablauf eines Kaiserschnitts im Amalie.

Vorbereitung:
Vor dem Eingriff bespricht sich Anästhesie und Geburtsteam. Dabei werden CTG, Blutdruck und Herzfrequenz überwacht, ein Venenzugang gelegt und die Operation sorgfältig vorbereitet.

Betäubung:
In den meisten Fällen erfolgt eine Spinal- oder Periduralanästhesie (PDA). Dabei wird das Betäubungsmittel in den unteren Rücken injiziert. Nerven, die Schmerzen aus der unteren Körperhälfte weiterleiten, werden vorübergehend blockiert.

Schnitt:
Der Hautschnitt liegt quer oberhalb des Schambeins und ist später vom Slip verdeckt. Wir nutzen die besonders schonende Misgav-Ladach-Methode, bei der das Gewebe sanft gedehnt statt geschnitten wird. Das verringert Blutverlust, Schmerzen und beschleunigt die Heilung.

Geburt:
Nach wenigen Minuten ist Ihr Baby da. Es wird Ihnen direkt gezeigt und, wenn möglich, sofort auf die Brust gelegt. Der Partner oder die Partnerin darf in der Regel während der gesamten Operation an Ihrer Seite bleiben.

Bonding:
Der erste Haut-zu-Haut-Kontakt, das sogenannte Bonding, zwischen Mutter und Kind ist uns wichtig – auch im OP. Auf Wunsch können Sie Ihr Baby gleich stillen.

Verschluss und Narbe:
Gebärmutter und Bauchdecke werden mehrschichtig vernäht. Unsere Operateurinnen achten auf eine feine, stabile und ästhetisch unauffällige Kaiserschnitt-Narbe.

Welche Risiken gibt es beim Kaiserschnitt?

Ein Kaiserschnitt ist heute ein bewährtes und sehr sicheres Verfahren. Dennoch bleibt er ein operativer Eingriff, über dessen mögliche Risiken wir Sie offen informieren. Die meisten Frauen erholen sich innerhalb weniger Tage, und auch für die Kinder verläuft die Geburt dank moderner Medizin und aufmerksamer Betreuung in der Regel ohne Probleme.

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg sorgen erfahrene Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und das Anästhesieteam dafür, dass Sie sich zu jedem Zeitpunkt gut aufgehoben fühlen – von der Vorbereitung bis zur Nachsorge.

Risiken für die Mutter

Die folgenden Komplikationen können, wie bei jedem operativen Eingriff, auftreten, sind aber dank schonender Methoden und erfahrener Operateurinnen und Operateure sehr selten:

Die meisten dieser Risiken lassen sich durch sorgfältige Vorbereitung, frühzeitige Mobilisation und gezielte Schmerztherapie gut vermeiden.

Risiken für das Kind

Auch für das Baby bestehen einige mögliche, in der Regel vorübergehende Risiken.

Im Haus ist regelmäßig ein Kinderarzt vor Ort; bei Bedarf steht rund um die Uhr das Team des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift zur Verfügung.

Wir holen Ihr Kind so sanft wie möglich auf die Welt. Auch eine Bauchgeburt ist eine besondere Geburt.“

Kerstin Stehr-Archuth, Leitende Hebamme, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Welche Betäubung gibt es beim Kaiserschnitt?

Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg setzen wir fast immer eine Betäubung ein, bei der nur der untere Teil des Körpers schmerzfrei ist. Das Betäubungsmittel wird auf Höhe der Lendenwirbelsäule gespritzt, in den Rückenmarkskanal oder den Raum davor.

So werden die Nerven, die Schmerzen weiterleiten, vorübergehend blockiert.
Sie bleiben wach, spüren keinen Schmerz, aber Druck und Zugbewegungen – und können die Geburt Ihres Kindes bewusst miterleben.

Spinalanästhesie

Bei dieser Form wird das Betäubungsmittel direkt in die Rückenmarksflüssigkeit (Liquorraum) injiziert. Die Wirkung setzt sehr schnell ein und ist tief und zuverlässig – ideal für geplante Kaiserschnitte.

Periduralanästhesie (PDA)

Hier wird das Medikament in den sogenannten Epiduralraum, also vor den Raum mit der Rückenmarkflüssigkeit, gespritzt. Die Wirkung baut sich etwas langsamer auf, lässt sich aber gut dosieren und kann bei Bedarf über einen Katheter verlängert werden.

Vollnarkose

Eine Vollnarkose wird nur in Ausnahmefällen angewandt – etwa, wenn eine Spinalanästhesie nicht möglich ist oder ein Notkaiserschnitt erforderlich wird. Dank moderner Narkosemittel verläuft der Eingriff auch in diesen Situationen sicher und gut verträglich.

Nach dem Kaiserschnitt: Erholung und Nähe

Nach der Operation haben Sie Zeit zum Ankommen.  Ihr Baby bleibt bei Ihnen im Familienzimmer, gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin.

Unsere Nachsorge im Überblick:

Wochenbett nach dem Kaiserschnitt im Amalie

Neben der medizinischen Versorgung liegt uns die Begleitung im Wochenbett besonders am Herzen. Unser multiprofessionelles Team unterstützt Sie mit besonderer Expertise und Erfahrung beim Stillen sowie bei der Genesung.

Geburtsnachbesprechung

Viele Frauen empfinden es als hilfreich, die Geburt nach einigen Tagen oder Wochen noch einmal in Ruhe zu besprechen, besonders nach einem Kaiserschnitt. Wir bieten daher eine strukturierte Geburtsnachbesprechung bei einer Ärztin oder Hebamme an und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Erlebnisse.

Heilung und Pflege der Kaiserschnittnarbe

Nach einem Kaiserschnitt braucht der Körper Zeit, um sich zu erholen. Die Narbe ist das sichtbare Zeichen dieser Geburt. Sie heilt in aller Regel sehr gut. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus achten wir darauf, dass Sie sich in den Tagen nach der Operation schonend bewegen, die Wunde sauber bleibt und die Heilung optimal unterstützt wird.

Wie lange dauert die Heilung der Kaiserschnittnarbe?

In den ersten Tagen kann die Narbe spannen oder ziehen, das ist ganz normal. Nach etwa zwei Wochen ist die äußere Wunde weitgehend verschlossen, nach sechs bis acht Wochen meist vollständig stabil. Bis die Narbe unauffällig und weich ist, können jedoch einige Monate vergehen. Leichte Bewegung, ausgewogene Ernährung und eine gute Durchblutung fördern den Heilungsprozess.

Wie pflege ich die Narbe nach dem Kaiserschnitt richtig?

Wichtig ist, dass die Narbe in den ersten Wochen trocken und sauber bleibt. Nach dem Entfernen der Fäden oder Klammern genügt meist lauwarmes Wasser zur Reinigung. Ihre Hebamme zeigt Ihnen, wie Sie die Narbe später sanft massieren können, um Spannungen zu lösen und das Hautgefühl zu verbessern.

Tipps für die Wundheilung:

Unser Team: Persönlich für Sie da

In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus arbeiten Ärztinnen, Ärzte, Hebammen, Pflegekräfte und das Team der Anästhesie Hand in Hand. Wir begleiten werdende Eltern mit Erfahrung, Empathie und Respekt. Jede Geburt ist einzigartig und soll so natürlich wie möglich, so sicher wie nötig verlaufen.

Ihre Expertinnen und Experten für Kaiserschnitt in Hamburg

Dr. med. Simon Bühler leitet die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus. Als erfahrener Operateur verfügt er über umfassende Expertise in komplexen Eingriffen im Becken- und Unterbauchbereich – eine zentrale Voraussetzung für die sichere Durchführung von Kaiserschnitten, auch in medizinisch anspruchsvollen Situationen.

Seine langjährige operative Tätigkeit, unter anderem bei ausgedehnten gynäkologischen Eingriffen, schärft den Blick für anatomische Besonderheiten, Blutungsmanagement und präzises, schonendes Operieren. Diese Erfahrung kommt insbesondere geplanten und ungeplanten Kaiserschnitten zugute, bei denen schnelles, routiniertes und verantwortungsvolles Handeln entscheidend ist.

Unter seiner Leitung steht das Amalie für eine leitliniengerechte Geburtshilfe, in der medizinische Sicherheit, individuelle Entscheidungsfindung und eine respektvolle Begleitung der Frauen vor, während und nach einem Kaiserschnitt eng miteinander verbunden sind.

Ein Kaiserschnitt ist für viele Frauen ein prägendes Erlebnis. Unser Anspruch ist es, medizinische Sicherheit mit Ruhe, Klarheit und persönlicher Zuwendung zu verbinden.

Dr. med. Simon Bühler, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe

Nina Böhm ist Leitende Kreißsaal-Oberärztin am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg. Die erfahrene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe verfügt über die Zusatzbezeichnung Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der sicheren, modernen Geburtsbegleitung – von der natürlichen Geburt bis zum komplexen Kaiserschnitt.

Viele Eltern wünschen sich, dass trotz Kaiserschnitt der Geburtsmoment ganz ihnen gehört. Wir schaffen dafür eine Atmosphäre, in der Sicherheit und Nähe gleichermaßen Raum haben.

Nina Böhm, Leitende Kreißsaal-Oberärztin, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Kerstin Stehr-Archuth ist Leitende Hebamme am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg. Seit mehr als 20 Jahren begleitet sie Familien beim Start ins Leben – achtsam, erfahren und mit einem klaren Blick für das Wesentliche. Ihr Schwerpunkt liegt auf einer interventionsarmen, sicheren und traumasensiblen Geburtshilfe, die Selbstbestimmung und Vertrauen in den Mittelpunkt stellt.

Mütter und Kinder sollen sich bei uns von Anfang an sicher und geborgen fühlen. Nähe und Vertrauen sind die besten Begleiter jeder Geburt, auch bei einem Kaiserschnitt.

Kerstin Stehr-Archuth, Leitende Hebamme, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Ihr Kontakt zu uns

Kontakt und Anmeldung zur Geburt

Wir freuen uns, Sie zur Geburt begleiten zu dürfen. Bitte melden Sie sich ab der 25. SSW telefonisch zur Anmeldesprechstunde an. Sie findet zwischen der 32. und 34. SSW statt.

Geburtsanmeldung

Wochentag Uhrzeit
Montag-Freitag 8:00-15:00 Uhr

Tel.: +49 40 64411-303

Kreißsaal – 24 Stunden erreichbar

Tel.: +49 40 64411-217

Sie können selbstverständlich auch unangemeldet zur Geburt kommen. Eine Anmeldung erleichtert uns jedoch die optimale Betreuung.

Mehr Informationen zu unserem Geburtszentrum, Kreißsaalführungen und Infoabenden.

Sekretariat der ärztlichen Leitung

Notfälle

In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.

    Zentrale Notaufnahme

    • Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus
      Haselkamp 33
      22359 Hamburg
    • Telefon: +49 40 64411-379

Bei lebensbedrohlichen Situationen

Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.

Häufige Fragen rund um den Kaiserschnitt

Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt über Ihre Wünsche und Ängste. Entspannungsübungen, Atemtechniken oder ein Geburtsplan helfen, sich innerlich vorzubereiten. Viele Frauen empfinden es als hilfreich, den Ablauf im Vorfeld genau zu kennen.

Nein. Dank Rückenmarksnarkose spüren Sie keine Schmerzen, nur Druck oder Zugbewegungen. Sie bleiben wach, können Ihr Kind hören, sehen und gleich nach der Geburt im Arm halten.

Auch bei einem Kaiserschnitt ist der Moment der Geburt intensiv und emotional. Viele Eltern berichten, dass sie den ersten Schrei ihres Babys als besonders berührend erleben. Wir sorgen dafür, dass Sie diesen Augenblick bewusst und in Ruhe genießen können.

Bereits wenige Stunden nach dem Eingriff helfen Ihnen unsere Pflegekräfte beim ersten Aufstehen. Leichte Bewegung fördert die Durchblutung, beugt Thrombosen vor und unterstützt die Heilung.

In der Regel drei bis vier Tage. Während dieser Zeit unterstützen Sie Hebammen, Pflegekräfte und Ärztinnen bei der Versorgung des Neugeborenen und des Regenerationsprozesses.

Früher galt die Regel „Einmal Kaiserschnitt – immer Kaiserschnitt“, weil man befürchtete, dass die alte Narbe an der Gebärmutter unter den Wehen reißen könnte (sogenannte Uterusruptur). Heute weiß man: Bei sorgfältiger Auswahl und Überwachung können viele Frauen nach einem Kaiserschnitt problemlos spontan entbinden. Wir beraten Sie gern über Ihre Möglichkeiten.

Ein Kaiserschnitt wird vollständig von der Krankenkasse übernommen. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus beraten wir Sie offen über alle Optionen und unterstützen Sie bei Anträgen und Formalitäten.