
Dr. med. Simon Bühler
Chefarzt, Geburtshilfe
Chefarzt, Gynäkologie

Das Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus ist Ihre Geburtsklinik mit viel Erfahrung in Hamburg. Wir sind erfahren in der natürlichen Entbindung aus Beckenendlage. Unser geburtshilfliches Team begleitet Sie kompetent bei Spontangeburt, äußerer Wendung und Kaiserschnitt.
Etwa ab der 34. Schwangerschaftswoche drehen sich die meisten ungeborenen Kinder in die Schädellage (SL): Der Kopf des Babys wandert in Richtung Geburtsweg. Rund fünf Prozent aller Einlingsschwangerschaften verbleiben jedoch in der Beckenendlage (BEL oder Steißlage). Weniger als ein Prozent der Kinder liegen quer.
Eine Beckenendlage wirft verständlicherweise viele Fragen auf. Deshalb nehmen wir uns in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Amalie viel Zeit für Sie und Ihr Ungeborenes. Gemeinsam schauen wir auf Ihre individuelle Situation und analysieren, welcher Geburtsmodus für Sie und Ihr Baby der Beste ist.
Ja, eine vaginale Geburt aus Beckenendlage ist in vielen Fällen eine sichere und gute Option. Wenn medizinisch nichts dagegenspricht, begleiten wir Sie gerne auf dem Weg zu einer spontanen Geburt.
Unser Geburtsteam des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus ist erfahren in vaginalen Geburten aus Beckenendlage (BEL). Viele Familien erleben die BEL-Geburt als sehr kraftvoll und selbstbestimmt. Bei uns haben Sie die Gewissheit, jederzeit nicht nur medizinisch optimal begleitet zu werden.
Einige Situationen sprechen auch im Amalie in Hamburg, einem Haus mit über 1000 Geburten jährlich, gegen eine Spontangeburt.
Primäre Gründe:
Sekundäre Gründe, die unvorhersehbar sind:
In diesen Fällen kann ein Kaiserschnitt die bessere Alternative sein.
Für einen Kaiserschnitt entscheiden wir uns, wenn sich der Muttermund unter Wehen nicht adäquat öffnet oder das Kind während der Geburt nicht optimal in den Geburtskanal eintritt. Auch wenn uns das Kind im CTG verstärkten Geburtsstress signalisiert, steigen wir auf einen Kaiserschnitt um. Alle diese Optionen werden im Vorgespräch ausführlich erläutert.
Bis zu den Wehen können Hebammen mit verschiedenen Methoden das Baby zur Drehung anregen.
Möglichkeiten sind unter anderem:
Eine besonders wirksame Alternative ist die äußere Wendung.
Eine äußere Wendung ist ein etabliertes geburtshilfliches Manöver, das viel Erfahrung und ein ruhiges Vorgehen erfordert. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus führen wir die Wendung unter engmaschiger Überwachung und mit einem gut eingespielten Team durch. So gewährleisten wir größtmögliche Sicherheit für Sie und Ihr Baby.
Erfolg verspricht die äußere Wendung vor allem um die 36./37. Schwangerschaftswoche, also drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Studien zeigen: Bei etwa der Hälfte aller Beckenendlagen gelingt das Manöver in diesem Zeitraum.
Damit Sie genau wissen, was auf Sie zukommt, erklären wir Ihnen den Ablauf der äußeren Wendung Schritt für Schritt. Ultraschall und Vorgespräch finden im Vorfeld der Wendung statt. Die eigentliche Wendung an einem Termin wenige Tage später.
Mit einem ausführlichen Ultraschall prüfen wir:
Wir besprechen mit Ihnen den gesamten Ablauf, mögliche Risiken und Erfolgsaussichten. Anschließend erfolgt Ihre schriftliche Einwilligung.
Vor Beginn der Wendung schreiben wir ein CTG, um die Herzfrequenz des Babys zu beurteilen und sicherzustellen, dass eine Wendung möglich ist.
Über einen Venenzugang wird ein wehenhemmendes Medikament (Tokolytikum) verabreicht, damit sich die Gebärmutter entspannt und das Baby leichter gedreht werden kann.
Die Wendung kann von manchen Frauen als unangenehm empfunden werden. Ein Schmerzmittel ist in der Regel aber nicht erforderlich. Im Übrigen kann die Wendung auf Wunsch der Patientin jederzeit abgebrochen werden.
Zwei erfahrene Fachpersonen (meist Oberärztin oder Oberarzt und Hebamme)
Der Vorgang erfolgt langsam, behutsam und unter ständiger Kontrolle.
Immer wieder wird per Ultraschall überprüft, ob das Baby gut mitmacht und die Lage sich wie geplant verändert.
Unmittelbar nach Abschluss führen wir eine erneute CTG-Kontrolle durch, um den sicherzustellen, dass es dem Kind gutgeht.
Bei erfolgreicher Wendung bleibt das Baby oft bis zur Geburt in Schädellage; die Rückdrehungswahrscheinlichkeit liegt bei zirka zwei Prozent. Bleibt das Baby in Beckenendlage, entscheiden wir gemeinsam, ob ein erneuter Wendungsversuch sinnvoll ist, oder eine vaginale Beckenendlagen Geburt geplant werden soll.
Schwere Komplikationen sind selten und werden in der 6-stündigen Nachbeobachtungszeit erkannt. Sie können daher rechtzeitig behandelt werden.
Eine Wendung wird nur empfohlen, wenn Risiken weitgehend ausgeschlossen sind. Über die einzelnen Risiken informieren wir Sie in einem ausführlichen Vorgespräch.
Im Amalie Hamburg werden Gebärende von Anfang an durch eine erfahrene Hebamme betreut. Viele Frauen profitieren beim Gebären einer Beckenendlage vom Vierfüßlerstand, da er dem Becken mehr Raum gibt und die Geburt erleichtert. Grundsätzlich können Sie aber auch jede andere Position wählen, die sich für Sie gut anfühlt.
Da ein Baby mit dem Po voran den Geburtsweg weniger effektiv weitet als in Schädellage, kann die Geburt länger dauern. Wir geben Ihnen die Ruhe und Zeit, die Sie benötigen. Dabei überwachen wir Sie gut, vermeiden unnötige Eingriffe und richten unseren Blick immer auf Ihre Sicherheit und die Ihres Kindes. Der Einsatz einer PDA zur Schmerzerleichterung und Entspannung ist bei BEL-Geburten genauso möglich wie bei Geburten aus Schädellage.
Bei Steißgeburten ist es wichtig, die natürliche Haltung und Spannung des Babys zu erhalten. Deshalb beobachten wir den Geburtsfortschritt sehr genau und und greifen nur ein, wenn dies erforderlich ist. Dies kann bedeuten, durch bestimmte Handgriffe z.B. die Entwicklung der kindlichen Arme zu unterstützen.
Eine Geburt in Beckenendlage braucht Erfahrung, Ruhe, klare Kommunikation und ein eingespieltes Team. Genau dafür stehen wir im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus.

Chefarzt, Geburtshilfe
Chefarzt, Gynäkologie
Dr. Simon Bühler ist Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf. Der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe verfügt über Zusatzbezeichnungen in gynäkologischer Onkologie, operativer Gynäkologie sowie als Senior Mamma Operateur. Seine medizinische Ausbildung absolvierte er in Brüssel, Ulm und Stuttgart, anschließend war er viele Jahre international tätig, unter anderem zwölf Jahre an der Deutschen Klinik in Santiago de Chile.
Nach Stationen als Leiter eines zertifizierten Brustzentrums in Schwerin, Oberarzt an der Asklepios Klinik Nord und Chefarzt in der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg gilt Dr. Bühler heute als ausgewiesener Experte für gynäkologisch-onkologische Chirurgie, insbesondere in der Senologie, mit langjähriger Erfahrung in der Geburtsmedizin.

Leitende Kreißsaal-Oberärztin, Geburtshilfe
Sektionsleitung, Geburtshilfe
Nina Böhm ist Leitende Kreißsaal-Oberärztin an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses. Seit vielen Jahren begleitet sie Geburten mit dem Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe. Perinatal Medizin an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Durch ihre langjährige Erfahrung – von komplexen Schwangerschaftsverläufen bis zur Betreuung unter der Geburt – weiß sie, was Familien wirklich brauchen. Gemeinsam mit ihrem hochqualifizierten interdisziplinären Team setzt sie sich dafür ein, dass Eltern selbstbestimmt, sicher und in einer vertrauensvollen Atmosphäre gebären können.
Eine Beckenendlage bedeutet bei uns nicht automatisch einen Kaiserschnitt. Wir sind erfahren in äußeren Wendungen und der vaginalen Geburt aus Beckenendlage spezialisiert.
Nina Böhm, Leitende Kreißsaal-Oberärztin, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Leitende Hebamme, Geburtshilfe
Kerstin Stehr-Archuth ist die Leitende Hebamme der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der klinischen Geburtshilfe und der Betreuung im Wochenbett. Mit ihrem Hebammenteam schafft sie Raum, Zeit und Sicherheit für unterschiedlichste Geburtsverläufe, damit ein positives Geburtserlebnis gelingt und eine stabile Bindung zwischen Eltern und Kind von Anfang an wachsen kann.
Unser Team unterstützt sie auf ihrem individuellen Weg und sorgt für einen sicheren und gesunden Start ins Leben.
Kerstin Stehr-Archuth, Leitende Hebamme, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Wir freuen uns, Sie zur Geburt begleiten zu dürfen. Bitte melden Sie sich ab der 25. SSW telefonisch zur Anmeldesprechstunde an. Sie findet zwischen der 32. und 34. SSW statt.
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag-Freitag | 8:00-15:00 Uhr |
Tel.: +49 40 64411-303
Tel.: +49 40 64411-217
Sie können selbstverständlich auch unangemeldet zur Geburt kommen. Eine Anmeldung erleichtert uns jedoch die optimale Betreuung.
Mehr Informationen zu unserem Geburtszentrum, Kreißsaalführungen und Infoabenden.
Chefarztsekretärinnen:
Beeke Braasch/Annika Zoroofchi
In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.
Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.
Ja. Wenn keine Risiken bestehen und ein erfahrenes Team begleitet, ist eine vaginale BEL-Geburt sicher möglich. Entscheidend sind gute Diagnostik, engmaschige Überwachung und klare Absprachen.
Wenn sich das Kind nicht gut ins Becken einstellt, der Geburtsverlauf stagniert oder medizinische Risiken bestehen. Dann ist ein Kaiserschnitt die sicherste Option für Mutter und Kind.
Hebammen können Akupunktur, Moxen, Übungen wie Vierfüßlerstand oder die „indische Brücke“ anleiten. Auch Licht- oder Klangreize helfen manchmal. All dies sollte fachlich begleitet werden.
Eine sanfte Methode, bei der das Baby mit gezielten Handgriffen von außen in Schädellage gedreht wird. Die Wendung findet im Kreißsaal unter Ultraschall- und CTG-Überwachung statt.
Zwischen der 36.–37. SSW gelingt sie bei etwa der Hälfte der Babys. Schwere Komplikationen sind selten. Danach bleiben die meisten Kinder in Schädellage.
Sie kann als Druck oder unangenehm empfunden werden, manchmal auch schmerzhaft. Schmerzmittel oder Wehenhemmer können helfen. Die Schwangere kann den Versuch jederzeit abbrechen.
Kontraindikationen sind u. a. Placenta praevia, sehr wenig Fruchtwasser, Mehrlinge, ein abnormes CTG oder Gründe, die auch gegen eine vaginale Geburt sprechen.
In einem ausführlichen Vorgespräch werden alle Faktoren ausführlich und sorgfältig geprüft und ihnen erläutert.