Zum Seiteninhalt springen

Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (medizinisch: Hyperthyreose) produziert Ihre Schilddrüse dauerhaft zu viele Hormone. Diese Überproduktion kann Ihren Stoffwechsel stark beeinflussen und Beschwerden wie

Gerade, weil eine solche Diagnose viele Fragen aufwirft, nehmen wir uns im Zentrum für endokrine Chirurgie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg viel Zeit für Sie. Gemeinsam klären wir Ihre individuelle Situation und finden die Therapie, die am besten zu Ihnen passt.

Wir wissen, dass eine Schilddrüsenerkrankung für viele Menschen zunächst beunruhigend ist. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den besten Weg zur Therapie zu finden.

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz, Chefarzt Zentrum für Endokrine Chirurgie

Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert?

Die Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) beginnt in der Regel mit einem ausführlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung. Anschließend folgen Laboruntersuchungen, bei denen insbesondere die Werte der Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) und des regulierenden Hormons TSH bestimmt werden. Typisch für eine Überfunktion ist ein erniedrigter TSH-Wert bei gleichzeitig erhöhten freien Schilddrüsenhormonen.

Ergänzend kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz, z. B. eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) zur Beurteilung der Größe und Struktur der Schilddrüse sowie ggf. eine Szintigrafie, die Aufschluss über die Aktivität einzelner Knoten oder Bereiche gibt. Bei unklaren Befunden kann auch eine Feinnadelpunktion zur Gewebeentnahme durchgeführt werden.

Die Diagnose wird in der Regel bereits ambulant gestellt – bei niedergelassenen Internistinnen, Endokrinologen oder in radiologisch-nuklearmedizinischen Praxen.

Wenn Sie mit einer gesicherten Diagnose zu uns kommen, klären wir im persönlichen Gespräch, ob eine Operation wirklich notwendig ist – und wenn ja, in welchem Umfang.

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz, Chefarzt Zentrum für Endokrine Chirurgie

Wie wird die Schilddrüsenüberfunktion am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg behandelt?

In vielen Fällen lässt sich eine Schilddrüsenüberfunktion zunächst medikamentös behandeln. Wenn diese Maßnahme nicht ausreicht, kann eine operative Therapie oder Radiojodtherapie als Alternative die beste Lösung sein.

Wann ist eine Schilddrüsen-Operation sinnvoll oder notwendig?

Ob eine Operation nötig ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen. In einem ausführlichen Gespräch besprechen wir alle Befunde und erklären Ihnen die nächsten Schritte.

Gründe können sein:

Unser Spezialgebiet: minimalinvasive Schilddrüsenchirurgie

Das Zentrum für endokrine Chirurgie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg ist auf die operative Therapie der Schilddrüse spezialisiert. Unser erfahrenes Team arbeitet mit modernsten, besonders schonenden Operationsmethoden, die individuell auf Ihre Situation abgestimmt werden.
Zum Team.

Wann immer möglich, operieren wir minimalinvasiv. Kleine Schnitte bedeuten weniger Belastung, eine schnellere Heilung und ein geringeres Risiko für Komplikationen. Besonders sensibel gehen wir mit Strukturen wie dem Stimmbandnerv um, den wir während der Operation durch modernes Neuromonitoring schützen. Auch Ihre Nebenschilddrüsen, die für den Kalziumhaushalt verantwortlich sind, werden sorgfältig geschont oder nach Möglichkeit reimplantiert.

Wie läuft eine Operation bei einer Schilddrüsenüberfunktion ab?

Eine Schilddrüsen-OP kommt dann infrage, wenn Medikamente oder eine Radiojodtherapie nicht ausreichen oder bestimmte Befunde eine Operation sinnvoll machen. Der Eingriff erfolgt heute schonend und routiniert, meist mit einem kurzen Krankenhausaufenthalt. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion zielt die Operation darauf ab, das hormonüberaktive Gewebe konsequent zu entfernen und damit die Hormonproduktion dauerhaft zu normalisieren.

Was genau operiert wird, hängt von der Ursache ab: Bei autonomen Knoten oder einer einseitigen Überfunktion wird häufig nur der betroffene Schilddrüsenlappen entfernt. Liegt eine diffuse Überfunktion vor, etwa beim Morbus Basedow, ist meist eine nahezu vollständige oder vollständige Entfernung der Schilddrüse sinnvoll, um ein Wiederaufflammen der Erkrankung zu verhindern. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose über einen kleinen Schnitt am Hals.

Während der Operation schützen die Chirurgen gezielt den Stimmbandnerv sowie die Nebenschilddrüsen, die für den Kalziumhaushalt wichtig sind, unter anderem mithilfe von Neuromonitoring. Ziel der OP ist eine stabile Stoffwechsellage – mit dem Wissen, dass nach umfangreicheren Eingriffen in der Regel eine gut steuerbare lebenslange Hormonersatztherapie folgt. Entscheidend ist die anschließende Kontrolle der Schilddrüsenwerte, denn je nach Umfang der Operation kann eine Hormonersatztherapie notwendig werden – gut eingestellt, ist sie im Alltag meist problemlos.

Wie funktioniert die Nachsorge nach einer Schilddrüsen-OP?

Die Nachsorge beginnt direkt nach der Operation auf unserer Station. Dort kontrollieren wir regelmäßig das Wundgebiet, Ihre Kreislaufwerte und am Tag nach der OP den Kalziumspiegel im Blut, da die Nebenschilddrüsen bei einer Operation vorübergehend in ihrer Funktion beeinträchtigt sein können. Auch Ihre Stimmbandfunktion wird einmal vor Entlassung durch eine HNO-Ärztin oder einen HNO-Arzt überprüft.

Bereits am Tag der Operation dürfen Sie in der Regel wieder aufstehen und leichte Kost zu sich nehmen. Vor der Entlassung besprechen wir mit Ihnen, ob eine Einnahme von Schilddrüsenhormonen notwendig ist – insbesondere nach einer vollständigen Entfernung der Schilddrüse.

Die weitere Betreuung erfolgt in Zusammenarbeit mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt sowie ggf. Ihrer endokrinologischen Fachpraxis. Wichtig sind dabei die Kontrolle Ihrer Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) und die Anpassung der Medikation, falls notwendig.

Unser Team: Persönlich für Sie da

In unserem Zentrum für endokrine Chirurgie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg betreut Sie ein erfahrenes Team aus Fachärzten, Anästhesistinnen, Anästhesisten und Pflegekräften. Wir wissen, dass der Gedanke an eine Operation Ängste auslösen kann. Deshalb hören wir Ihnen zu, erklären jeden Schritt verständlich und begleiten Sie verlässlich – von der ersten Beratung über die Operation bis zur Nachsorge.

Ihr Experte für die Behandlung von Schilddrüsenüberfunktion in Hamburg

Prof. Dr. med. Ernst von Dobschütz ist Chefarzt des Zentrums für Endokrine Chirurgie und Ärztlicher Direktor am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus. Er verfügt über langjährige Expertise in der operativen Behandlung von Schilddrüsenknoten, Struma und bei Tumorverdacht.

Als Fellow of the European Board of Surgery (Endocrine), habilitierter Hochschullehrer und aktives Mitglied internationaler Fachgesellschaften zählt Prof. von Dobschütz zu den renommiertesten Experten der endokrinen Chirurgie in Deutschland.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf schonenden, nervenerhaltenden Operationsverfahren und einer sorgfältigen Indikationsstellung. Wichtig ist ihm, dass Patientinnen und Patienten genau verstehen, warum ein Eingriff empfohlen wird – oder warum bewusst darauf verzichtet werden kann.

In unserem Zentrum kommen die neuesten international gültigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Anwendung.

Prof. Dr. med. Ernst von Dobschütz, Chefarzt Zentrum für Endokrine Chirurgie

Ihr Kontakt zu uns

Terminvereinbarung

Wenn Sie unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden oder eine Operation der Schilddrüse in Betracht ziehen, sind wir gerne für Sie da. In unserer endokrinologischen Sprechstunde gehen wir gemeinsam Ihre Beschwerden, bisherigen Befunde und alle möglichen Therapieoptionen durch.

Vereinbaren Sie jederzeit einen Termin in unserem Zentrum für endokrine Chirurgie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg. Unser Team nimmt sich Zeit, hört Ihnen zu und begleitet Sie Schritt für Schritt.

Sprechstunde

Wochentag Uhrzeit
Dienstag nach Vereinbarung
Donnerstag 9:00-13:00 Uhr
Freitag 8:30-12:30 Uhr

Privatsprechstunde:

Wochentag Uhrzeit
Freitag 9:00-13:00 Uhr

Für Terminabsprachen zu Beratung und Behandlung kontaktieren Sie gern das Sekretariat des Chefarztes:

Montag-Mittwoch: 9:00 - 14:00 Uhr
Donnerstag-Freitag: 8:00 - 15:00 Uhr

Notfälle

In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.

    Zentrale Notaufnahme

    • Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus
      Haselkamp 33
      22359 Hamburg
    • Telefon: +49 40 64411-379

Bei lebensbedrohlichen Situationen

Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.

Wichtige Fragen zur Schilddrüsenüberfunktion

Stress ist kein direkter Auslöser, kann aber bestehende Schilddrüsenerkrankungen verstärken oder deren Symptome verstärkt spürbar machen. Besonders bei Morbus Basedow, einer Autoimmunerkrankung, vermuten Fachleute, dass seelische Belastung das Risiko für einen Schub erhöhen kann.

Das Zittern (Tremor) entsteht durch die überschüssigen Schilddrüsenhormone, die auf das vegetative Nervensystem wirken. Es fühlt sich oft an wie Aufregung oder Angst, ist aber hormonell bedingt. Auch Herzklopfen und Nervosität gehören dazu.

Das ist sogar sehr häufig so. Die Hormonüberproduktion kann zu innerer Unruhe, Angstgefühlen, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen oder sogar depressiven Verstimmungen führen. Deshalb wird die Erkrankung manchmal zunächst mit einer psychischen Belastung verwechselt.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion sollten jodreiche Lebensmittel wie Algen, Seefisch oder Jodsalz vorsichtig verwendet werden – vor allem bei autonomen Knoten. Eine pauschale „Schilddrüsen-Diät“ gibt es aber nicht. Eine ausgewogene Ernährung hilft dem Körper generell, mit der Erkrankung besser umzugehen.

Leichter bis moderater Sport ist meist kein Problem – im Gegenteil: Bewegung kann helfen, innere Unruhe oder Schlafprobleme zu lindern. Wichtig ist, die Belastung an die individuellen Beschwerden und den Herzrhythmus anzupassen. Bei starkem Herzrasen oder Gewichtsverlust bitte vorher ärztlich abklären.

Nicht unbedingt. Bei manchen Patientinnen und Patienten mit Morbus Basedow –kann sich die Überfunktion nach Monaten oder Jahren spontan zurückbilden. Man spricht dann von einer Remission. In anderen Fällen bleibt die Überfunktion bestehen und erfordert eine dauerhafte Behandlung.