
Dr. med. Matthias Gasthaus
Chefarzt, Innere Medizin - Kardiologie

Herzrasen, Herzstolpern oder unregelmäßiger Puls? In der Kardiologie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus Hamburg diagnostizieren und behandeln wir Herzrhythmusstörungen: von Vorhofflimmern bis Tachykardien. Vereinbaren Sie einen Termin bei uns.
Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) entstehen, wenn die elektrischen Impulse, die den Herzschlag steuern, gestört sind. Das Herz schlägt dann zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Spürbar wird das oft als Herzrasen oder Herzstolpern. Manchmal bleibt eine Arrhythmie auch unbemerkt.
Viele Herzrhythmusstörungen sind gut behandelbar. Sie sollten immer ärztlich abgeklärt werden, um möglichen Risiken vorzubeugen.
Herzrhythmusstörungen sind für viele Betroffene beunruhigend. Wir nehmen diese Sorgen ernst und begleiten Sie Schritt für Schritt mit moderner Rhythmusmedizin, sicherer Abklärung und einer individuellen Therapie.
Dr. med. Matthias Gasthaus, Chefarzt, Innere Medizin - Kardiologie
Herzrhythmusstörungen können unterschiedliche Beschwerden auslösen. Sie reichen vom deutlichen Herzrasen oder Herzstolpern bis zu einem diffusen Schwächegefühl oder innerer Unruhe. Solche Symptome verunsichern oder können Angst auslösen. Wir nehmen uns daher in der Kardiologie des Amalie Hamburg Zeit, um gemeinsam zu klären, was hinter Ihren Beschwerden steckt.
Mögliche Symptome sind:
Bei starker Atemnot, Brustschmerzen oder einer Ohnmacht rufen Sie sofort den Notruf 112! Solche Beschwerden können auf eine bedrohliche Herzrhythmusstörung hinweisen und sollten umgehend abgeklärt werden.
Ein Termin ist auch sinnvoll, wenn:
Vorhofflimmern ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Im Normalrhythmus schlägt das Herz 60 bis 100 Mal pro Minute, bei Vorhofflimmern kann der Puls auf bis zu 160 Schläge pro Minute ansteigen. Die Beschwerden reichen von Herzrasen, „Flattern“ oder „Flimmern“ in der Brust über Unruhe bis symptomfrei.
Bei Vorhofflimmern steigt die Gefahr für einen Schlaganfall, weil sich das Blut in den Vorhöfen stauen und Blutgerinnsel bilden kann. Vorhofflimmern sollte daher immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden. So lässt sich das Schlaganfallrisiko deutlich senken.
Damit wir am Amalie die passende Therapie für Sie finden, ist es wichtig zu verstehen, welche Ursachen Ihre Herzrhythmusstörungen haben. Viele Auslöser sind gut behandelbar – besonders, wenn sie früh erkannt werden.
Bluthochdruck (Hypertonie) ist einer der häufigsten Faktoren. Er verändert langfristig die Struktur des Herzens und beeinträchtigt die elektrische Signalweiterleitung. Studien zeigen: Rund 60 Prozent der Menschen mit langjährigem Bluthochdruck entwickeln Vorhofflimmern.
Weitere häufige Ursachen sind:
Begünstigende Risikofaktoren sind Alter, Stress, Schlafmangel, Alkohol und Nikotin.
Die Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus ist Teil des Albertinen-Herzzentrums, eines der größten Herzzentren in Norddeutschland. Wir diagnostizieren und behandeln alle kardiologischen Krankheitsbilder mit moderner Technologie und viel Erfahrung.
Zur Diagnostik von Herzrhythmusstörungen setzen wir ein:
Bei Bedarf ergänzen wir die Abklärung durch Untersuchungen im Herzkatheterlabor.
Das EKG ist meist der erste Schritt bei der Diagnose einer Herzrhythmusstörung. Es zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf.
Mit dem Herzultraschall beurteilen wir die Struktur und Funktion von Herzklappen und Herzmuskel. Falls erforderlich, ergänzen wir die Diagnostik durch weiterführende bildgebende Verfahren wie Stressecho, Kardio-MRT oder CT-Koronarangiografie.
Die Spiroergometrie zeigt, wie Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel auf körperliche Belastung reagieren und wie leistungsfähig das Herz-Kreislauf-System insgesamt ist. Dabei können auch Rhythmusstörungen sichtbar werden, die nur unter Belastung auftreten und im Ruhe-EKG nicht erkennbar wären.
Bluttests erkennen zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion oder Elektrolytverschiebungen, die den Herzrhythmus beeinflussen können.
Eine sorgfältige Blutdruckdiagnostik ist essenziell, da Bluthochdruck einer der häufigsten Risikofaktoren für Herzrhythmusstörungen – insbesondere Vorhofflimmern – ist. Konsequente Blutdruckkontrollen helfen, gefährdete Patientinnen und Patienten frühzeitig zu erkennen.
Wenn das Herz aus dem Takt gerät, hilft die Elektrophysiologie, die genaue Ursache zu finden. Dieses Spezialgebiet der Kardiologie analysiert die elektrischen Signale, die den Herzschlag steuern. Ziel ist es, Herzrhythmusstörungen präzise zu lokalisieren und gezielt zu behandeln.
Unsere Schwerpunkte umfassen:
Dabei arbeiten wir eng mit Anästhesie und Intensivmedizin zusammen, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.
Herzrhythmusstörungen sind so individuell wie die Menschen, die zu uns kommen. Unser Anspruch ist es, mit modernster Rhythmusdiagnostik und viel persönlicher Zuwendung die Behandlung zu finden, die wirklich hilft.
PD Dr. med. Benjamin Schäffer, Leitender Arzt, Elektrophysiologie im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus
Der richtige Behandlungsweg hängt davon ab, welche Rhythmusstörung vorliegt und welche Beschwerden auftreten. In der Kardiologie des Amalie Hamburg besprechen wir Ihre Befunde ausführlich mit Ihnen und suchen nach einer Therapie, die medizinisch sinnvoll und für Sie gut umsetzbar ist.
Bei uns kommen folgende Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz:
Bei vielen Herzrhythmusstörungen beginnt die Therapie zunächst medikamentös.
Je nach Befund kommen Medikamente zum Einsatz, die
Ziel ist, die Beschwerden zu lindern, das Herz zu entlasten und möglichen Komplikationen vorzubeugen.
Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Vorhofflattern oder Reentry‑Tachykardien kann eine Kardioversion helfen, den normalen Herzschlag wiederherzustellen. Dabei erhält das Herz in kurzer Narkose über Elektroden auf der Brust einen gezielten, kontrollierten Stromimpuls. In seltenen Fällen kann der Rhythmus auch mithilfe von Medikamenten über die Vene reguliert werden. Ziel ist es, das Herz sanft und sicher in seinen natürlichen Takt zu bringen.
Ein Herzschrittmacher oder Implantierbarer Defibrillator (ICD) kann notwendig werden, wenn der Herzschlag dauerhaft zu langsam ist oder gefährliche Rhythmusstörungen drohen.
Die Geräte unterstützen oder schützen den Herzrhythmus zuverlässig und werden mit einem kleinen Eingriff eingesetzt:
Unser Herzkatheterlabor ist mit modernster Technik ausgerüstet und gehört zu den innovativsten Einrichtungen seiner Art in Norddeutschland. Hier können wir Herzrhythmusstörungen präzise untersuchen und gezielt behandeln. Dafür führen wir einen dünnen Katheter über ein Gefäß in der Leiste oder seltener am Arm ein. So erreichen wir das Herz, ohne den Brustkorb öffnen zu müssen.
Das bedeutet für Sie:
höchste Sicherheit durch ein erfahrenes Team
Viele Menschen können trotz Herzrhythmusstörungen ein aktives und sicheres Leben führen. Wichtig ist, die Erkrankung zu verstehen, den eigenen Körper gut zu beobachten und sich regelmäßig begleiten zu lassen.
Hilfreich im Alltag sind:
Sie gehen diesen Weg nicht allein. Gemeinsam besprechen wir, welche Belastungen für Sie möglich sind und welche Maßnahmen Ihnen wirklich weiterhelfen.
In der Kardiologie des Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus behandeln wir Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen mit moderner Diagnostik und viel Erfahrung. Die Abklärung und Therapie von Arrhythmien erfordert ein spezialisiertes, eingespieltes Team sowie klare Strukturen, insbesondere dann, wenn Beschwerden plötzlich auftreten.
Deshalb arbeiten in unserer Klinik Kardiologinnen und Kardiologen, Pflegekräfte sowie Expertinnen und Experten aus Rhythmologie, Elektrophysiologie und interventioneller Herzmedizin eng zusammen. Diagnostik und Therapie erfolgen leitliniengerecht und individuell abgestimmt – vom ersten EKG bis zur komplexen elektrophysiologischen Untersuchung.
Zu unserem Team gehören:

Chefarzt, Innere Medizin - Kardiologie
Dr. med. Matthias Gasthaus ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie und Leiter des Herz- und Gefäßzentrums Volksdorf. Als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie verfügt er über langjährige Erfahrung in der interventionellen Kardiologie, der rhythmologischen Diagnostik und der Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen.
Unter seiner Leitung stehen eine sichere Diagnostik, moderne Therapiekonzepte und eine patientennahe Betreuung im Mittelpunkt. Wichtig ist ihm eine Herzmedizin, die technisch präzise ist und gleichzeitig Orientierung und Vertrauen vermittelt.
Unser Anspruch ist eine Herzmedizin, die technisch präzise, sicher und gleichzeitig menschlich ist. Wir möchten, dass Sie sich zu jedem Zeitpunkt gut informiert und begleitet fühlen.
Dr. med. Matthias Gasthaus, Chefarzt Innere Medizin - Kardiologie
Für die Vereinbarung eines Untersuchungstermins wenden Sie sich bitte an die zentrale Terminvergabe.
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag bis Donnerstag | 08:00 bis 15:30 Uhr |
| Freitag | 08:00 bis 14:00 Uhr |
Einen Termin in der privatärztlichen ambulanten Sprechstunde vereinbaren Sie bitte über das Chefarztsekretariat.
Sprechstunde:
| Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|
| Mittwoch | 10:00–12:30 Uhr |
Und nach Vereinbarung.
Chefarztsekretärin:
Birte Kobrow
In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.
Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.
Viele Arrhythmien sind harmlos. Gefährlich wird es, wenn Herzrasen oder unregelmäßiger Puls von Brustschmerz, Atemnot, Schwindel oder Ohnmacht begleitet werden. Dann sofort 112 rufen. Bei Vorhofflimmern steigt zudem das Schlaganfallrisiko.
Ruhig atmen, hinsetzen, tief ein- und ausatmen. Bei anhaltendem Herzrasen, Kreislaufproblemen oder Engegefühl in der Brust ärztliche Abklärung, im Notfall 112 rufen. Besonders bei Vorerkrankungen sollten Sie nicht zögern.
Ja, Stress kann Rhythmusstörungen begünstigen oder verstärken, ist aber meist nicht die alleinige Ursache. Entspannung, ausreichend Schlaf und Bewegung wirken stabilisierend.
Manche Rhythmusstörungen lassen sich heilen, andere dauerhaft kontrollieren. Ein gesunder Lebensstil, Blutdruckkontrolle, Behandlung von Vorerkrankungen und regelmäßige Checks tragen viel zur Vorbeugung bei.
Wenn Medikamente die Rhythmusstörungen nicht ausreichend bessern oder starke Nebenwirkungen verursachen. Besonders bei Vorhofflimmern, Reentry-Tachykardien oder anderen tachykarden Rhythmusstörungen.
Nach dem Essen leitet der Kreislauf für die Verdauung mehr Blut in den Magen-Darm-Trakt. Große oder fettige Mahlzeiten sowie Alkohol können den Herzrhythmus zusätzlich belasten und Beschwerden auslösen.
Hormonelle Veränderungen beeinflussen Herzrhythmus und Gefäße. Bewegung, Stressabbau, Schlafhygiene und – bei Bedarf – medizinische Therapie können Beschwerden lindern.