
Dr. med. Saskia Otte
Chefärztin, Geriatrie und Physikalische Medizin

Sprachstörungen und Schluckbeschwerden treten nach einem Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen auf. In der Geriatrie des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses behandeln wir sie mit moderner Diagnostik, Logopädie und viel Erfahrung.
Sprachstörungen (Aphasien) und Schluckbeschwerden (Dysphagien) treten vor allem im höheren Lebensalter auf, etwa nach einem Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Demenz oder infolge nachlassender Muskelkraft.
Beide Störungen können den Alltag deutlich beeinträchtigen: Sprechen, Essen und Trinken fallen schwerer, und das Risiko des Verschluckens nimmt zu. Auch die Gefahr, dass Flüssigkeiten, Nahrung oder Mageninhalt versehentlich in die Luftröhre und Lunge gelangen, steigt. Medizinisch spricht man auch von einem erhöhten Aspirationsrisiko. Das Aspirieren kann wiederum zu schweren Lungenentzündungen (Aspirationspneumonie) führen.
In unserer geriatrischen Klinik sind Sprach- und Schlucktherapien ein fester Bestandteil der Frührehabilitation. Erfahrene Logopädinnen arbeiten eng mit Ärzten und Ärztinnen, Pflege sowie Physio- und Ergotherapie zusammen – mit dem Ziel, Kommunikation, Sicherheit und Lebensqualität zu verbessern.
Sprache und Ernährung sind Grundvoraussetzungen für Lebensfreude – und genau dort setzen wir in der Amalie an.
Dr. med. Saskia Otte, Chefärztin Geriatrie und Physikalische Medizin
Sprach- und Schluckstörungen können sich ganz unterschiedlich bemerkbar machen.
Häufige Anzeichen sind:
Bei diesen Symptomen sollte zeitnah eine logopädische Untersuchung erfolgen.
Am Beginn jeder Therapie steht eine sorgfältige Diagnostik. Wir erheben eine umfassende Anamnese: Wann traten die Beschwerden auf, wie wirken sie sich im Alltag aus, welche Vorerkrankungen bestehen? Schluckstörungen erhöhen das Risiko, dass Flüssigkeiten, Nahrung oder Mageninhalt versehentlich in die Luftröhre und Lunge gelangen, so dass eine frühe Abklärung besonders wichtig ist.
Unsere Logopädinnen und Logopäden führen spezialisierte Tests durch, um Art und Schwere der Störung zu bestimmen. Dazu gehören
Auf der Grundlage der Testergebnisse erstellen wir einen individuellen Therapieplan.
Die Videofluoroskopie ist ein Röntgenverfahren, das den Schluckvorgang in Echtzeit zeigt. Mit kleinen Kontrastmittelmengen lassen sich alle Phasen des Schluckens sichtbar machen und Funktionsstörungen präzise beurteilen.
Bei der flexiblen endoskopischen Schluckuntersuchung (FEES) wird der Schluckvorgang mit einem dünnen Endoskop betrachtet, ganz ohne Röntgenstrahlung. So lassen sich Störungen und ihr Schweregrad zuverlässig erfassen, und die Therapie kann gezielt geplant werden.
Je früher wir beginnen, desto besser sind die Chancen, Sprache und Schluckfähigkeit zu verbessern.
Dr. med. Saskia Otte, Chefärztin Geriatrie und Physikalische Medizin
In der geriatrischen Frührehabilitation des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses in Hamburg ist die Behandlung von Sprach- und Schluckstörungen zentraler Bestandteil des Therapiekonzepts. Ziel ist es, Sprache, Stimme und Schluckfunktion so weit wie möglich zu verbessern und das Risiko des Verschluckens zu reduzieren. Besonders nach einem Schlaganfall profitieren Betroffene von einer kombinierten Sprach- und Schlucktherapie.
Die Therapie richtet sich individuell nach der Ursache, der Schwere der Störung und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Zum Einsatz kommen unter anderem:
Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung zwischen Logopädie, Pflege sowie Physio- und Ergotherapie.
Die Dauer hängt von Ursache und Schweregrad ab. Stationär dauert die geriatrische Frührehabilitation meist zwei Wochen. Anschließend können ambulante logopädische Behandlungen per Verordnung folgen. Ergänzend empfehlen wir einfache häusliche Übungen, die am besten täglich durchgeführt werden sollten.
Nach Abschluss der stationären Behandlung in der Geriatrie des Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhauses Hamburg steht der Übergang in den Alltag im Mittelpunkt. Viele Patientinnen und Patienten setzen ihre Übungen zu Hause fort oder nutzen ambulante Therapieangebote.
Wir geben individuelle Empfehlungen zu:
Auch nach der Entlassung steht unser Team bei Fragen oder Unsicherheiten telefonisch zur Verfügung.
In der Klinik für Geriatrie und Physikalische Medizin des Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus werden Patientinnen und Patienten mit Sprachstörungen und Schluckbeschwerden umfassend betreut. Diese Beeinträchtigungen treten häufig im höheren Lebensalter auf – etwa nach einem Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen – und erfordern eine besonders sorgfältige, multiprofessionelle Behandlung. Unser Ziel ist es, Kommunikation und Schluckfunktion zu verbessern und gleichzeitig Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.
Dafür arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Logopädie, Pflege sowie Physio- und Ergotherapie eng zusammen. Diagnostik und Therapie werden individuell aufeinander abgestimmt und regelmäßig gemeinsam überprüft. So entsteht ein ganzheitlicher Behandlungsplan, der medizinische, therapeutische und pflegerische Aspekte sinnvoll verbindet.
Zu unserem Team gehören:

Chefärztin, Geriatrie und Physikalische Medizin
Dr. med. Saskia Otte ist Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Physikalische Medizin am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus. Als Fachärztin für Innere Medizin mit den Zusatzbezeichnungen Geriatrie, Ernährungsmedizin sowie Physikalische Therapie und Balneologie verfügt sie über langjährige Erfahrung in der Behandlung älterer Menschen mit komplexen funktionellen Einschränkungen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der geriatrischen Frührehabilitation – insbesondere bei Sprach- und Schluckstörungen nach Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen. Wichtig ist ihr ein strukturiertes, teamorientiertes Vorgehen, bei dem medizinische Behandlung, Therapie und Pflege eng verzahnt sind.
Therapie bedeutet bei uns Teamarbeit – jede Disziplin bringt ihren Beitrag, damit Sprache und Schlucken wieder möglichst selbstverständlich werden.
Dr. med. Saskia Otte, Chefärztin Geriatrie und Physikalische Medizin
Die Vergabe von Terminen für die privatärztliche Sprechstunde erfolgt über das Chefarztsekretariat.
nach Vereinbarung
Chefarztsekretärin:
Katharina Goetz
In akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA). Diese ist rund um die Uhr geöffnet.
Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte den Notruf 112.
Eine gezielte Therapie kann Sprache, Stimme und Schluckfunktion deutlich verbessern.
Bei plötzlich auftretenden Beschwerden, häufigem Verschlucken, Gewichtsverlust oder deutlichen Sprachproblemen sollte zeitnah eine Abklärung erfolgen, insbesondere nach einem Schlaganfall.
Nach Anamnese und körperlicher Untersuchung folgen logopädische Tests, Schluckprüfungen und bei Bedarf bildgebende Verfahren wie Videofluoroskopie oder FEES.
Je nach Befund werden Sprach- und Sprechübungen, Schlucktraining, Atem- und Stimmübungen, Ernährungsanpassungen und Angehörigenschulung kombiniert. Ziel ist eine sichere Nahrungsaufnahme und bessere Kommunikation.
Regelmäßige Übungen zu Hause, langsames Essen, aufrechte Sitzposition, kleine Portionen und geeignete Konsistenzen helfen, die Therapie zu ergänzen. Ihre Therapeutin gibt Ihnen gern Empfehlungen.
Indem sie geduldig kommunizieren, bei Mahlzeiten Sicherheit geben, Übungen wiederholen und Veränderungen früh bemerken.
Danach können ambulante logopädische Behandlungen fortgesetzt werden. Übungen zu Hause sowie Ernährungsempfehlungen, die an den Schluckstatus angepasst sind, runden die Anschlusstherapie ab.