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Was ist eine Schenkelhalsfraktur?

Eine Schenkelhalsfraktur ist ein Bruch des Oberschenkelknochens nahe dem Hüftgelenk. Sie entsteht bei älteren Menschen häufig durch einen Sturz aus dem Stand – oft begünstigt durch Osteoporose. Für Betroffene bedeutet diese Verletzung meist starke Schmerzen und eine plötzliche Einschränkung der Beweglichkeit.

Wie wird eine Schenkelhalsfraktur behandelt?

Im Amalie Alterstraumazentrum werden Patientinnen und Patienten gemeinsam von Unfallchirurgie und Geriatrie betreut. Bereits bei der Aufnahme erfolgt eine umfassende Einschätzung von Mobilität, Gedächtnis, Vorerkrankungen und Alltagsfähigkeit. So kann die Behandlung individuell angepasst werden.

In den meisten Fällen ist eine Operation innerhalb von 24 bis 48 Stunden notwendig. Zum Einsatz kommen je nach Indikation eine Duokopf- oder Totalendoprothese bei dislozierten Frakturen sowie osteosynthetische Verfahren wie die Versorgung mit kanülierten Schrauben oder einer dynamischen Hüftschraube (DHS) bei stabilen Frakturformen. Ziel ist eine belastungsstabile Versorgung, damit die Patientin oder der Patient möglichst schnell wieder aufstehen und gehen kann.

Schonende Narkose für ältere Menschen

Sollte eine Operation nötig sein, wird die Narkose speziell auf ältere Menschen abgestimmt. Dabei wird besonders auf Herz, Kreislauf und das Gehirn geachtet. Wenn möglich, kommen ergänzend regionale Betäubungsverfahren zum Einsatz, durch die Narkosemedikamente eingespart werden können. Das senkt das Risiko für Verwirrtheitszustände (Delir).

Was passiert nach einer Operation?

Schon am Tag der Operation oder am ersten Tag danach beginnt die Mobilisation mit Physiotherapie. Ergänzend erfolgen:

Ziel: Erhalt der Selbstständigkeit und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.